#7 Getting Started 7 - Das Longevity-Blutbild (2/2) (mit Marco von immocation)
Shownotes
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00:00:00 Intro – Blutbild Teil 2 00:00:54 Hormone & Testosteron 00:02:04 Symptome eines Mangels 00:02:58 Freies vs Gesamt-Testosteron 00:03:55 TRT vs Bodybuilding 00:07:24 Sicherheitschecks 00:09:06 Erste Effekte im Alltag 00:11:03 Wirkung über Zeit 00:12:37 Gel oder Spritze 00:13:00 Hormone bei Frauen 00:15:29 Östrogen & Progesteron 00:18:16 Ist Testosteron Longevity? 00:24:36 Cortisol & Stress 00:26:40 Entzündungen 00:27:28 Interleukin-6 00:29:11 hs-CRP & Entzündliches Milieu 00:32:02 Autoimmunerkrankungen & chronische Entzündungen 00:35:58 Homocystein als Entzündungsmarker 00:39:57 Mikronährstoffe im Blutbild 00:42:43 Vitamin D richtig einordnen 00:43:49 Vitamin B12, B6 & Folsäure 00:46:03 Zink, Eisen & Mineralstoffe 00:50:10 Schwermetalle: Arsen, Quecksilber & Belastung 00:55:29 Harnstoff, Niere & Proteinzufuhr 00:57:43 Continuous Glucose Monitoring erklärt 01:01:54 Blutzucker-Spikes richtig bewerten
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(0:00 - 0:12)
Herzlich willkommen beim Long Game Podcast. Wir bei Long Game wollen, dass möglichst viele Menschen lange und vor allem gesund leben und du im Hirn jetzt deine maximale Performance abrufst. Wir sind hier in der Serie Getting Started, in der wir einmal unser Longevity Basiswissen weitergeben.
(0:12 - 0:27)
Und wir sind heute immer noch bei den Blutwerten. Das ist jetzt quasi Teil 2 der Blutwerte. Wir haben schon einen Teil 1, der quasi davor rausgekommen ist, aufgezeichnet, wo Markus einmal durch all die Blutwerte geht, die er bei seinen Patienten eben abnimmt, um für sie präventiv bestmöglich einzustellen.
(0:27 - 0:40)
Und wir schauen dem gemeinsam durch, gemeinsam mit unserem Gast Marco. Wir gucken uns natürlich Markus' echte Werte an und gehen durch so Themen wie zum Beispiel die Hormone. Also wir reden über Markus' Testosteronmangel und wie er den bekämpft hat.
(0:40 - 0:53)
Wir reden über Mikronährstoffe, also welche Supplements möglicherweise relevant sind, welche Mikronährstoffe meistens fehlen. Wir reden über Schwermetalle und noch ganz, ganz viele andere Sachen. Also wir haben ganz viel zu covern und ja, wir wünschen euch viel Spaß dabei und gute Insights.
(0:54 - 1:18)
Und let's go! Dann können wir ja, meinen Fall wieder nebend, mal über Hormone sprechen. Gerne. Und ein Testosteronwert, wo mir mein Dashboard, also auch mein Arzt, ein sehr hohes Testosteron attestiert, das deutlich aus dem Referenzwert rauskommt.
(1:19 - 1:31)
Jemand anders hier aus der Runde hat mir sogar eine WhatsApp dazu geschrieben, nachdem er gesehen hat, wie hoch das ist. Also mancher Aktien-Eigentümer wird da neidisch. Das ist Nvidia-Style.
(1:31 - 1:51)
Ja, ja, ja. Also es gibt verschiedene unspezifische Symptome, die entstehen können, gerade auch im Rahmen eines Testosteronmangels oder eines sogenannten funktionellen Testosteronmangels. Das ist insofern wichtig, weil was heißt funktionell? Ich bin irgendwie noch in der Range.
(1:51 - 2:03)
Aber für mich als Individuum reicht es unter Umständen nicht aus. Und wir hatten das Thema, wo wir gesagt haben, okay, du hast irgendwie ein bisschen Blutdruck. Das kann schon mal mit reinspielen.
(2:04 - 2:58)
Und wir hatten das Thema eben von ein paar allgemeinen Symptomen, wie so eine gewisse Antriebsschwere, dann manchmal den einen oder anderen Punkt vergesslich gewesen. Und in Summe aus dem, was wir besprochen haben, hat man gesagt, okay, pass auf, es gibt, wenn man das so allgemein jemandem sagt, was kann Testosteronmangel als Symptom machen, dann sagt man jeder so, ja gut, das habe ich auch, wenn ich zwei Nächte nicht schlafe. Ja, genau.
Kann auch deshalb sein. Aber es kann eben auch ein niedriges Testosteron sein. Haben wir bei dir gemessen, hatten bei dir dann ja ein, und da ist wichtig, vor allem in dem Fall als Gesamttestosteron, man muss eben aus anderen Werten, dem Albumin und dem sexuell hormonbindenden Globulin, das ist ein anderer Wert, das sogenannte SHBG, kann man eben das freie Testosteron berechnen.
(2:58 - 3:26)
Das freie Testosteron ist das, das nicht an ein Eiweiß gebunden ist, um im Körper hin und her transportiert zu werden, sondern das ist das funktionell Wirksame. Und um das geht es einem im Endeffekt. Und da ist es so, dass eben ein im Normreferenzbereich, im niedrigen Bereich liegender Wert mit entsprechenden Symptomen eben schon zu wenig sein kann.
(3:27 - 3:55)
Und das war der Grund, weil wir gesagt haben, du hast ein, eben genau wie wir vorhin schon gesagt haben, blöder Ausdruck, niedrignormales Testosteron, hast ein paar Symptome, die auch auf andere Sachen zurückzuführen sein können. Lass uns einmal deinen Wert anheben und schauen, ob die Symptome sich verändern. Wenn das medizinisch begleitet ist, ist es ein deutlich geringeres Risiko, dass da nachhaltig was passieren kann.
(3:55 - 4:14)
Das ist mir wichtig so zu sagen, weil die meisten, und man kennt Testosteron und das Ganze eigentlich immer nur aus dem Sport und Bodybuilding, holen sich halt die Sachen irgendwo her, nehmen es, spritzen es und haben halt keinerlei Kontrolle über ihre Blutwerte. Und dann passiert was. Wenn man es kontrolliert, passiert nichts.
(4:14 - 4:30)
Und vor allem ist ja unser Ziel nicht, über den Referenzwert hinauszukommen. Also Bodybuilder, die nehmen ja Dosen, das ist der Wahnsinn. Genau, also es gibt ja die Hormonersatztherapie, also TRT, also Testosteron Replacement Therapy, dann gibt es TRT+.
(4:30 - 4:49)
Also dann sagt, ich gehe gerade so ein bisschen über den Normwert, um noch ein bisschen mehr Push draufzubringen. Und dann gibt es wirklich den Bereich des Bodybuildings, dass die können diese Körper nur erreichen durch einfach eine Überstimulation. Wenn wir das jetzt einmal kurz quantifizieren, dass wir uns einmal kurz Zahlen dranhängen.
(4:49 - 5:05)
Also quasi im Dashboard hier steht so ein Referenzbereich vom Testosteron. Ich bin jetzt bei Testosteron drin, von 2,5 bis 7,16. Marco, du bist gerade auf, glaube ich, um die 20, grob.
(5:05 - 5:21)
Ja, aber den Wert kannst du quasi nicht nehmen. Genau, da muss man vorsichtig sein, weil der Marco leider nicht ganz aufgepasst hat, als er kam. Weil man nimmt Testosteron dann ab am Morgen zwischen Nummer 8 und 9 sowas.
(5:22 - 5:36)
Das hätten wir sogar noch gespottet gehabt, aber du musst den Wert abnehmen, bevor du es verabreicht hast. Also ihr habt kurz vorher das Geld drauf geschmiert. Marco hat schön drauf geschmiert und wir haben gesagt, wunderbar, wir sehen, was gerade voll anflutet.
(5:37 - 5:56)
Okay, das ist volle Kanone, aber nur zum Vergleich. Also was wäre bei einem Bodybuilder, der das übertreibt? Wäre das Größenordnung 100, 200 oder was wäre da der? Ja, also da wären wir schon so locker über die 100er-Werte drüber. Okay, also um es grob in den Referenzbereich zu setzen.
(5:57 - 6:09)
Auch da ist es quasi nicht etwas Binäres, nicht schwarz oder weiß. Testosteron gleich wie Bodybuilder? Nein, es ist ein Kontinuum. Genau, und wir haben Referenz bis 7. Jetzt bei falsch aufgetragen kommen wir auf 20 sowas.
(6:10 - 6:20)
Und wie gesagt, Bodybuilding ist über den 100er-Werten. Du hattest, meine ich, auch gesagt, was du noch bedenklicher findest, ist mein Quotient. Das fandest du, glaube ich, noch den bedenklicheren Wert.
(6:20 - 6:44)
Der war bei 0,041, wo wir das erste Mal gemessen haben. Das ist eher, es gibt einen Quotienten, der gemacht wird aus Gesamttestosteron und dem Sexualhormon binären Globulin, also SHBG. Der zeigt quasi schon mal an, wie viel ungefähr gebunden ist und wie viel dein freies Testosteron sein könnte.
(6:45 - 7:05)
Das ist, wenn ich jetzt das freie Testosteron in das Labor nicht selber berechne, oder ich es mir selber nicht ausrechnen möchte, dann ist das der Quotient, auf den ich als erstes schaue, weil dann sehe ich schon meinen ersten Trend, wohin es geht. Das Problem ist aber, Testosteron ist eben nicht nur an SHBG, sondern eben auch an Albumin gebunden. Und das bildet der Quotient nicht ab.
(7:05 - 7:17)
Da war schon der erste Hinweis, dass an sich du eher im niedrigeren Bereich bist, was dein freies Testosteron angeht. Was sich ja dann, wenn man es ausrechnet, auch so gezeigt hat. Genau.
(7:18 - 7:23)
Wir müssen gleich noch kurz darüber sprechen. Wir müssen auch noch Vorkehrungen treffen. Ich war beim Urologen dafür.
(7:24 - 7:42)
Wenn wir uns dazu entscheiden und sagen, lass uns das einmal ausprobieren. Man geht über Testosteron, die Therapie. Dann muss im Vorfeld vom Urologen einmal ausgeschlossen werden, dass eine Art Produktionsstörung oder des Hodens ist.
(7:43 - 7:52)
Oder eben der anderen Hormonachsen. Das sieht man in den Blutwerten. Plus es muss einmal ein Prostata- und Hodenkrebs ausgeschlossen sein.
(7:52 - 8:00)
Dass da nichts ist, was man jetzt mit Testosteron, wenn man das gibt, befeuern würde. Weil das ein Wachstumshormon ist. Testosteron ist ein Wachstumshormon, ganz genau.
(8:02 - 8:15)
Studienlage Richtung Prostata ist so, dass wenn ich keinen Krebs habe, habe ich kein höheres Risiko, Prostata-Krebs zu bekommen, als wenn ich sonst normal lebe. Mit THT. Genau.
(8:16 - 8:27)
Was ich ein Risiko haben kann, ist, dass meine Prostata größer wird. Genau deshalb THT plus und mehr. Schwierig, weil ich meine Organe da schon anschieben kann.
(8:29 - 8:38)
Aber kein höheres Krebsrisiko. Klar, wenn irgendwo ein Krebs wäre, darf ich nicht Testosteron draufschütten. Dann blüht der genauso mit auf.
(8:38 - 8:53)
Drum muss vorher von einem Urologen ausgeschlossen werden, dass da ein Risiko besteht. Würde man irgendwo Krebs finden, würde man sofort aufhören? Absolut. Man würde gar nicht beginnen.
(8:53 - 9:05)
Aber wenn man zum Beispiel irgendwo einen Krebs finden würde, ist sofort raus. Okay. Was wir auch managen, ist Blutdruck.
(9:06 - 9:20)
Das hatten wir schon gesagt. Es ist wichtig, dass man das parallel im Auge hat. Ich habe erst mal einen kurzfristigen Effekt, glaube ich zumindest, vielleicht ist es Placebo, aber durchaus spüren können.
(9:21 - 9:31)
Es war dieses Gefühl, du kriegst am Tag 10 To-Dos präsentiert. Irgendwann machst du die Grätsche und sagst beim 10. Stressfaktor, der über den Tag kommt.
(9:31 - 9:36)
In dem Moment ruft der Kindergarten an, das Kind ist krank. Jeder kennt es so. Und dann denkst du, oh mein Gott.
(9:38 - 9:46)
Gefühlt bin ich mehr in eine Attitüde gekommen, komm gib mir noch einen Elften. Man entwickelt eine bessere Stressresilienz. Das ist auch die Staffelung.
(9:46 - 10:09)
Man fängt jetzt damit nicht an und fühlt sich nach Tag 2 wie Popeye und sagt, jetzt gehe ich voll durch. Man hat eine Staffelung über verschiedene Wochen. Das ist so, gerade auch Männer, die weniger stressresilient sind, also den Stress nicht mehr so gut aushalten, schneller irgendwie aus sich raus gehen, was ein bisschen Fehlglaube ist, weil man denkt, das haben nur Männer mit viel Testosteron.
(10:13 - 10:22)
Man kann sehr schnell cholerisch werden, wenn man zu wenig Testosteron hat. Und das stellt sich so nach ungefähr 2 Wochen ein. Was ich auch vorher nicht war, möchte ich nur anmerken.
(10:25 - 10:41)
Dass man so nach 2 Wochen ungefähr merkt, ich habe früh nicht mehr so das Gefühl, ich habe tausend Aufgaben am Tag. Fangen wir halt an, ich komme schon durch. Wo ich immer sage, ich grenze dahingehend ab zur Depression.
(10:41 - 10:50)
Bei der Depression ist so das Gefühl, ich komme eigentlich gar nicht mehr aus dem Bett raus. Ich habe so viele Aufgaben, ich bleibe jetzt einfach liegen. Das habe ich beim Testo-Mangel nicht.
(10:50 - 11:03)
Sondern ich sage, okay, ich stehe auf, es wird jetzt irgendwie ätzend, aber muss ich halt durch. Und wenn sich der Spiegel anhebt, merke ich so nach ungefähr 2 Wochen, wo man aufwacht und sagt, okay, es gibt eben 10-15 Aufgaben, fangen wir an. Man geht leichter ran.
(11:03 - 11:27)
Man ist auch im Stress nicht mehr so schnell außer sich. All die anderen Sachen, so mit Kraftzuwachs, Libido-Steigerung, falls da ein Thema auch mit angegeben wäre, das kommt so nach 4-6 Wochen. Es ist schon so, dass man merkt bei den Männern vor allem, dass dann ein starker Placebo-Effekt mitläuft.
(11:27 - 11:37)
Ich habe es häufig, dass mir welche dann sagen, nach nur 2-3 Tagen, ich merke es voll. Und ich sage, glaube ich dir. Dementsprechend.
(11:37 - 12:37)
Ist das Gel, das du mir verschrieben hast, möglicherweise Wasser? Genau, es ist einfach nur Libea-Creme. Also insofern, da muss man schon gucken. Aber es gibt halt auch, dass man einfach in der, ich mache das grundsätzlich, dass ich in der niedrigsten Dosierung anfange und dann muss man sich langsam vorarbeiten, weil ehrlicherweise, man läuft mehrere Monate mit einem Gefühl rum, dann macht 4-6 Wochen das auch nicht mehr aus.
Da ist mir eher das, wenn man überdosiert, was dann entstehen kann oder passieren kann, alles ist deutlich unangenehmer. Darum tastet man sich vor und muss halt gegebenenfalls in der Kontrolle danach einfach wieder nochmal nachlegen. Ganz kurz, was das ist.
Das ist ein Gel. Genau, also für Abbrechungsformen kennt man, gibt es Gel vor allem oder eben man spritzt es. Ich starte immer über das Gel, weil, also das ist ein Gel, das schaut aus wie so eine durchsichtige Handcreme oder Seife.
(12:37 - 13:00)
Und schmiert man sich quasi einen Tag auf dem Oberarm, einen Tag auf dem nächsten Oberarm oder auf dem Oberschenkel, trocknet es so nach 2-4 Minuten ein in die Haut und ist dann jetzt auch nicht mehr so gefährlich in dem Sinne. Man sollte halt gucken, wenn man das macht, dass man da jetzt nicht unbedingt in Kontakt mit der Frau, Freundin oder den Kindern kommt. Wenn es eingetrocknet ist, ist es kein Thema mehr.
(13:00 - 13:21)
Zu dem Thema, jetzt haben wir ja gesprochen im Kontext als Mann, wie ist es, wie ist es denn bei oder für Frauen? Bei Frauen, genau. Also bei Frauen ist es ähnlich Hand zu haben, zeigt sich allerdings in der Ausbildung jetzt nicht so häufig oder so stark. Auch Testosteron.
(13:21 - 13:53)
Gerade auch Testosteron. Also es ist schon so, dass gerade bei Frauen, die so allmählich den Weg Richtung Menopause angehen oder auch schon durch die Tür durchgegangen sind, ist es nicht nur, dass man bei Frauen bei einer Hormonersatztherapie, geht es da genauso und da geht es nicht nur über Östrogen und Progesteron, sondern ist es eben so, dass man auch das Testosteron mit anschauen muss. Weil auch eine Frau braucht einen gewissen Grad an Testosteron, braucht auch hier so eine gewisse, ich sage immer so eine gewisse Durchschlagskraft.
(13:54 - 15:12)
Also natürlich deutlich niedrigere Dosierung als der Mann, aber durchaus ist es so, dass ich bei Frauen auch Testosteron mit hinzunehme. Das klingt erstmal super, also quasi Testosteron, man hat mehr Energie, man kommt besser voran im Leben. Gibt es, kann man das quasi eins zu eins übermünzen, auch im Kontext von Frauen oder gibt es quasi ein alternatives Hormon, das quasi in diesem Kontext ähnliche Wirkungen erzielen würde? Bei Frauen kommt es ein bisschen darauf an, da ist es so, dass die viele Energiethemen oder einfach auch so Ausgeglichenheit beziehungsweise Tagesmotivation vor allem eigentlich über den Progesteron und Österogenwert steuerbar sind.
Testosteron ist oftmals so das i-Tüpfelchen, das da mit reinkommt, was so das letzte Ding an Energie mitmacht. Aber bei Frauen ist die Wirkung über Österogene und Progesteron deutlich höher jetzt als über das Testosteron. Aber wie gesagt, es ist ein wichtiges Thema, muss definitiv auch immer mit abgenommen werden.
(15:12 - 15:28)
Also ich nehme bei allen Frauen auch immer Testosteron mit ab, um zu sehen, wo man da steht. Und gibt es sowas wie eine Progesteron- oder Österon-Ersatz-Therapie? Also quasi das analoge zu einer Testosteron-Ersatz-Therapie. Genau, also es ist an sich so, beim Mann fängst du nur Testosteron.
(15:29 - 15:46)
Wenn du bei einer Frau über eine Hormon-Ersatz-Therapie sprichst, spricht man erst mal über Österogen und Progesteron, das man gibt. Das Ganze läuft auch primär über Creme oder Gel, das man auftragen kann. Progesteron gibt es auch als Kapsel.
(15:47 - 16:47)
Da ist es so, bei Frauen muss man eben, die schicke ich natürlich nicht zum Urologen, um eine Prostata anzuschauen, weil die haben die Frauen ja nicht, sondern die schicke ich alle einmal zum Gynäkologen. Warum? Weil ich das Risiko hinsichtlich Brustkrebs ausschließen muss und dass da irgendwas ist. Wenn ich auch hier einen bestehenden Krebs mit Österogen befeuere, dann kann es sein, wenn es ein sogenannter hormonsensitiver Krebs ist, also sprich, der auf Hormone reagiert, kann der binnen wirklich kürzester Zeit explodieren.
Also das ist ein Thema, da muss man echt gucken. Hebt auch ein bisschen das Risiko, wenn ich Hormone gebe bei einer Frau. Allerdings muss ich bei Progesteron und Österogen in dem Fall den Unterschied machen, dass wenn ich es auf die Haut auftrage, habe ich deutlich oder nahezu kein Risiko, um einen Krebs zu entwickeln, verglichen zu wenn ich es als Tablette nehme und systemisch, also in Blutkreislauf richtig bekomme.
(16:49 - 17:31)
Da spreche ich von anderen Dosierungen, die da wirken. Ist aber ein absolutes Thema. Zweites Thema ist, wenn ich die Frau zum Gynäkologen schicke und das anschaue, der Gynäkologe schickt immer vor einer oder eigentlich immer vor einer Hormonersatztherapie zum Kardiologen, weil das Herzkreislauf das Atherosklerose-Risiko ausgeschlossen sein muss.
Warum? Wenn ich Österogen gebe, werden die Gefäße weicher, flexibler. Und wenn ich da jetzt irgendwelche Ablagerungen habe, gehe ich mehr Risiko, dass es nicht dann aufplatzt oder losgehen kann. Österogen macht das weicher.
(17:31 - 17:46)
Darum muss man eben gucken, habe ich massive Plaques oder stabile Plaques oder wo stehe ich da? Wenn das aber weicher wird, ist ja an sich gewünscht. Nur nicht in dem Moment, wo da was abplatzen kann. Wenn da noch nichts ist, nehmen wir weich gerne.
(17:49 - 17:52)
Weichere Gefäße. Gefäße, nicht der Plaque. Ja, Gefäße.
(17:53 - 18:02)
Wenn da noch kein Plaque ist... So schnell geht es. Gefäße, Weich, Bombe. Genau das möchte ich.
(18:02 - 18:15)
Es ist herrlich mit Medizin. Hat er einen Schlaganfall? So stelle ich mir das vor im Medizinstudium. Insofern gibt eine Hormonersatztherapie für Frauen genauso.
(18:16 - 18:47)
Nochmal zwei andere Hormone, aber ich muss Testosteron auch bei der Frau mit an Bord oder zumindest im Hinterkopf haben. Einmal zu Testo zurück. Ist Testo Longevity? Oder geht es jetzt nur gerade darum, dass ich mich hier und jetzt besser fühle? Zweites.
Also ich sehe Testo nicht als alleine nur Longevity. Alleine nicht nur? Dass man sagt, ich möchte hier irgendwie einen längeren Effekt bekommen. Nein.
(18:47 - 19:16)
Auf keinen Fall. Was habe ich an Testo für einen Nutzen? Ich habe eine höhere Performancesteigerung. Jetzt ist natürlich die Grauzone, dass man drüber springen kann, wie Performance tüchtig wäre ich, wenn ich einen grenzwertig hohen Werte, also wenn ich es ausreize, dann hole ich wahrscheinlich nochmal mehr raus.
Aber ich habe die Downside, wo ich sage, gegebenenfalls habe ich dann leichter ein Blutdruckproblem. Ich habe eine höhere Taktung. Das muss ich mit einberechnen.
(19:16 - 20:09)
Insofern ist auch hier definitiv eine individuelle Entscheidung zu sagen, okay, wie gut bekomme ich meinen Alltag hin? Wo stehe ich? Was habe ich an Möglichkeiten? Und wo ist mein Wert überhaupt? Wenn ich einen Midrange oder hochnormalen Testosteronwert habe, dann kann ich davon ausgehen, dass ich in einer nahezu maximalen Leistung laufe. Die Mehrleistung, die ich dann raushole, ist dann eher etwas über Kraft und weniger jetzt über Arbeitsperformance. Okay, aber ganz kurz, also wenn jetzt sozusagen Marco es erlaubt, durch ein verbessertes Testosteronspiegel besser Muskulatur aufzubauen, ich meine, da kommen wir auch noch zu, zu Sport im Rahmen von Longevity.
Wie wichtig Muskeln sind. Wie wichtig Muskeln sind, dann wäre es ja wirklich 1 zu 1 für Longevity übertragbar. Das würde ich jetzt erstmal verstehen.
(20:10 - 20:17)
Oder wie siehst du das? Ja, du kriegst schon den Effekt, dass du leichter Muskeln aufbauen kannst. Das will ich. Klar, das ist wichtig für Longevity.
(20:18 - 20:41)
Aber der Mehrwert, was ich, also ich kann Muskulatur in einem ausreichenden Maß aufbauen, wenn ich kein Hormonproblem habe. Das ist mir für meine Longevity ausreichend. Ja, aber wenn man es hätte, dadurch keine Muskeln aufbauen kann, dann wäre es ja direkt auf 1. Klar, aber dann habe ich ja ein Thema, dann habe ich ja einen Mangel.
(20:41 - 21:45)
Ich bin jetzt davon ausgegangen, wenn ich normal aufgestellt bin und ich sage, komm, ich hole jetzt noch mehr raus. Also TRT plus, nein, weil da wären die Negativen. Aber wenn ich niedrig normal laufe, dann könnte dieser Effekt sein.
Ich habe es, ehrlich gesagt, nicht gemerkt. Also ich war dann schon viele Wochen im TRT. Ich kann nicht sagen, dass ich plötzlich mehr Muskeln aufgebaut habe.
Ich kam dann Monate später jetzt gefühlt mal wieder ein bisschen in eine Gain-Phase, wahrscheinlich eher dadurch, dass ich ein bisschen mehr gegessen habe. Hat das ganz gut funktioniert. Aber ich glaube nicht, dass ich jetzt massiv Muskeln draufpacken könnte, wie das ein Bodybuilder in 3 Jahren macht.
Ich mache es seit 1,5 Jahren jetzt, damit ich einfach auf einem höheren Level Muskelmasse jetzt anfange abzubauen, wie es ja dann leider der Fall sein wird, ab jetzt. Und ob da Test hilft. Was ich jetzt jetzt natürlich schon sehr weitreichend, aber was ich schon persönlich glaube, ist, dass es meiner Longevity hilft, dass ich in der Lage bin, mein Leben mit allem in Summe besser hinzukriegen, besser zu managen, auf alle Dinge zu tun, meinen Stress zu reduzieren.
(21:45 - 21:52)
Du kriegst einen indirekten Impact. Ja, sowas glaube ich schon. Du fühlst dich besser, du gehst leichter an, du nimmst die Sachen entspannter an.
(21:52 - 22:25)
Also das macht natürlich auch was mit dem Körper. Also das ist klar. Aber es ist ganz anders, viel, viel indirekter, wenn überhaupt für Longevity, wie jetzt zum Beispiel ein Statin, wo in meinem Fall vollkommen klar ist, wir bringen das runter aus dem und dem Grund.
Das ist was ganz anderes. Genau, ganz genau. Was langfristig wirkt.
Okay, jetzt machen wir mal hier nur noch Staccato. Das wird das Thema Hormone. Ich lese es nicht jeden einzeln.
Ich sage dir welche, die mir hier noch auffallen, die wir jetzt vielleicht noch nicht hatten. Gut, Progesteron hatten wir gerade schon bei Männern. Weniger ein Thema.
(22:25 - 22:32)
Weniger ein Thema. FSH. Muss man sagen, bei Frauen brauchen wir das.
(22:34 - 22:52)
Beziehungsweise die Hormonwerte FSH, LH, was wir haben, das sind quasi die Hormone, die das Endorgan, also Eierstock oder Hoden quasi antreiben. Das Endorgan. Das letzte Organ, wo es dann was machen soll.
(22:54 - 23:08)
Das eben die Hormone produzieren soll. Die brauche ich bei beiden, Mann und Frau, FSH und LH. Progesteron, Östrogen, auch die Männer haben Östrogen und Progesteron.
(23:08 - 23:30)
Da gibt es dann Erkrankungen entsprechend, die falsch hohe Werte machen können beim Mann. Darum ist mir das schon immer ganz wichtig. Ist auch in der Testosterongabe ein wichtiger Punkt, weil wenn ich Testosteron von außen zuführe, ich habe immer eine sogenannte negative Rückkopplung zu den übergeordneten Zentren, die Hormone ausschütten.
(23:30 - 23:42)
Und wenn ich jetzt Hormone von außen zuführe, sagt der Körper dann, cool, das kommt von außen, ich muss nichts mehr machen. Damit den übergeordneten Zentren, du kannst dich auch entspannen, weil du musst gar nichts mehr machen. Das haben wir vergessen zu erwähnen, bei Testo gerade.
(23:43 - 24:10)
Das ist einfach ganz, ganz wichtig, dass man eben sagt, Vorsicht, wenn ich auch mal wieder mit der Therapie rausgehe, dass meine Achsen, meine Hormonachsen wieder anspringen. Dass ich nicht meinem Körper sage, du brauchst gar nichts mehr machen. Wenn es mich Bodybuilding enthält, habe ich jüngst mit einem getan, der fleißig unterwegs war und Muskeln quasi sich besorgt hat durch TRT und andere Sachen, der muss sein Leben lang jetzt Testosteron spritzen, weil der Körper das nicht mehr kann.
(24:10 - 24:19)
Weil der kommt gar nicht mehr. Der hat sich so daran gewöhnt, dass das von außen kommt. Hat der vermutlicherweise kleine Eier aufgebaut? Meistens bei Bodybuildern durchaus.
(24:20 - 24:36)
Weil wirklich der Körper sagt, cool, muss ich weniger machen, brauche ich weniger. Ich werde es ihm ausrichten, dass du das gesagt hast. Cortisol? Ja, Cortisol, ein klassisches Stresshormon.
(24:36 - 24:56)
Ist allerdings auch ein Anabolishormon, wie man so schön sagt. Also ist ja auch im Körperkreislauf wichtig, gerade wenn ich Stress habe, wenn ich aus der Uhrzeit komme, wenn meine Körperprozesse maximal laufen müssen, habe ich hohe Cortisollevel. Da muss man in der Tat sagen, das ist auch ein Moment.
(24:57 - 25:46)
Ich wollte gerade sagen, ein Snapshot. Das ist ein absoluter Snapshot, wo ich da gerade stehe, weil ich reagiere vom Körper her wahnsinnig sensitiv drauf mit, ist es im Sitzen oder im Liegen abgenommen? Zu welcher Uhrzeit ist es abgenommen? Ich habe einen gewissen Ausscheidungsrhythmus im Körper, also sprich, wie hoch sind meine Werte wann und ich habe so einen morgendlichen Peak und dann geht es im Tagesverlauf eher niedriger und man muss eben darauf achten, wenn ich wirklich mein Stresslevel wissen möchte, dann brauche ich ein Cortisol-Tagesprofil und dann muss ich das einmal abklären. Aber klar, wenn ich schon am Vormittag in irgendwie Sky-High-Bereichen mich bewege, kann man schon mal zumindest sagen, ja Vorsicht, entweder du hast ein Over-Excitement, dass jetzt die Blutentnahme kommt oder es ist irgendein Thema da.
(25:46 - 26:40)
Wie würde das funktionieren? Wie könnte man sich so ein Tagesprofil bilden? Weil wir nehmen ja immer Blut ab, natürlich auf nüchternen Magen, dementsprechend nehmen wir es am Morgen einfach am First-Thing. Genau, so ein Tagesprofil ist, entweder du marschierst wirklich alle paar Stunden in die Praxis und lässt es dir abnehmen oder es gibt Speicheltests, die man machen kann. Da kriegt man so ein Test-Kit nach Hause geschickt, es gibt verschiedene Röhrchen und da muss man da quasi reinspucken, über die verschiedenen Uhrzeiten hinweg und dann kann man eben das Cortisol da raus... Ah, das wäre das Entspannendere über die Spuckhütte zu machen, weil dreimal spucken ist einfach als dreimal Blut rauslassen.
Genau, und du kannst daheim rumsitzen und kannst es daheim machen. Insofern, ganz wichtiger Wert, habe ich in meinem Panel einfach mit drin, weil ich eben so eine Momentaufnahme mal haben möchte, um zu sehen, ist grundsätzlich was zu hoch oder nicht. Cool, das waren einmal die Hormone, super relevantes Thema.
(26:40 - 26:58)
Lass uns einmal weiterschauen. Wir haben hier natürlich noch ganz viele Werte, wir haben aber auch hier einen großen Kategorien Entzündungen, über die wir, glaube ich, einmal sprechen sollten. Marco hat es vorhin ja schon gesagt, das ist wirklich ein Thema, mein Lieblingsthema, entzündliches Milieu im Körper.
(26:59 - 27:28)
Und da gibt es eben ein, zwei Werte, bei denen man einen ganz guten Überblick bekommt, wo stehe ich oder was ist da gerade los. Das eine ist, auch da haben wir viel darüber in der ersten Folge gesprochen, so Interaktionen der einzelnen Zellen untereinander oder eben so Informationsbotenstoffe. Wenn irgendwo etwas im Körper los ist, dann sagt der Körper, die Zellen untereinander, ich brauche da eine Hilfe oder gebe Bescheid, dass etwas los ist.
(27:28 - 28:01)
Und das ist häufig eben bei Entzündungsprozessen so. Und einer der klassischen Werte ist hier das Interleukin 6. Interleukin 6 ist einfach, ja, darf zu einem gewissen Grad auch da sein, weil die Zellen untereinander kommunizieren, aber wenn ich eben vermehrt entzündliche Prozesse im Körper habe, wird dieses Interleukin, dieser Botenstoff, mehr ausgeschüttet. Sprich, je höher der ist, desto mehr ja, entzündliches Potenzial, Unruhe im Körper ist da.
(28:02 - 28:14)
Wir hatten es mal in der ersten Folge da mit so ein bisschen Müllabfuhr, die da vorbeikommt und reparieren muss oder so. Eingreiftruppe quasi. Das misst, wie viele da vorbeikommen.
(28:14 - 28:24)
Das misst eher, wie viel die Zellen miteinander reden und Bescheid geben, dass sie jetzt was brauchen. Dass da wer kommt und mal aufräumt. Genau.
(28:25 - 28:34)
Das ist jetzt bei mir bei zwei. Was sind das? Nanogramm pro Liter. Also wenig.
(28:36 - 28:49)
Das war vorher bei 2,7 und ist jetzt bei 2. Du sagst, ein Referenzwert, was ist das hier, von 5 oder 6 oder so, ne? Genau. Damit bist du fein. Absolut.
(28:50 - 29:10)
Jetzt kann man schon sagen, ich habe keine allzu entzündlichen Prozesse im Gange? Ist der erste Hinweis drauf. Nur weil mein Interleukin 6 gut ist, kann ich nicht sagen, ich habe gar nichts. Aber es ist auf jeden Fall so, dass man sagt, da besteht wenig Bedürfnis des Körpers miteinander, mit sich zu sprechen oder Bescheid zu geben.
(29:11 - 29:31)
Der, glaube ich, wichtigste Wert für entzündliche Prozesse im Körper oder ob überhaupt irgendetwas entzündlich los ist im Körper ist der sogenannte HS-CRP-Wert. Das ist das sogenannte hochsensitive oder high-sensitive CRP. CRP steht für C-reaktives Protein.
(29:31 - 30:32)
Auch hier wieder Protein, Eiweiß, ein Stoff, ein Eiweiß, das ausgeschüttet oder gebildet wird, dann wenn Entzündungen entstehen. Und da gibt es eben zwei unterschiedliche. Das normale CRP, das ist bei weitem nicht so sensitiv.
Und das hochsensitive schlägt eben sehr früh an, wenn irgendwas im Körper nicht ganz rund läuft. Und da ist es so, dass der Cut-off eigentlich bei 1 ist. Alles unter 1 kann man sagen, hat man eigentlich sehr wenig oder nahezu kaum oder keine entzündlichen Prozesse im Körper.
Alles zwischen 1 und 3 ist so ein Fall, wo man sagt, naja, da gibt es schon, habe ich schon ein Thema. Wenn ich in dem Bereich liege, muss ich mir zumindest Gedanken machen, welche verschiedenen Kategorien muss ich einmal anschauen und austesten und meinen Lichtkegel in welche Ecke ich werfe. Also über 1 guckst du weiter nach? Über 1 gucke ich weiter nach, genau.
(30:32 - 31:28)
Und alles über 3 ist man eigentlich in dem Bereich, wo man sagt, da habe ich einen Infekt. Infekt im Sinne von Grippe, schwere Husten, Schnupfen, Lungenentzündung, irgendwie so in die Richtung. Aber alles zwischen 1 und 3 ist schon ein Thema, wo man sagt, irgendwas hat der Körper.
Wir müssen mal gucken, wo kann das herkommen? Das ist genau ein Warnzeichen, wenn man einen hohen Wert hat, ohne aber aktuell krank zu sein. Ist das ein starker Indikator dafür, dass hier irgendwelche entzündlichen Prozesse, entzündliches Milieu im Körper vorliegt? Genau. Und das eben, wir wissen weder wo, wir wissen noch dann eben wie hoch, also wie stark, aber wir wissen auf jeden Fall, wenn ich das chronisch oder permanent habe, habe ich damit ein Risiko für Ablagerungen an den Gefäßen oder Entstehung von Krebs, oder Entstehung auch Diabetes etc.
(31:29 - 32:02)
Und wenn ich das jetzt messe und ich war eine Woche vorher krank, hat das immer noch einen Einfluss? Kann das noch einen Einfluss haben? Wie wird die Zeit von dem CRP? Also so 3-4 Tage kann das auf jeden Fall nachhängen, Woche wird dann langsam grenzwertig, sollte dann schon durch sein, aber so 3-4 Tage vorher greift das definitiv noch was an. Ok, also wirklich super spannend, weil du ganz oft sagst, entzündliches Milieu, generell Entzündung im Körper, wirklich für Longevity, das ist eine der wichtigen Säulen, die wir managen müssen. Entgegengesetzt zu dem, wie ich jetzt beim Testosteron gesagt habe, Entzündungen müssen gemanagt sein.
(32:02 - 32:27)
Und es gibt entzündliche Prozesse, die kann ich managen und welche nicht. Es gibt das große Feld der Autoimmunerkrankung zum Beispiel, da gibt es eine ganz klassische Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, da kommen wir in anderen Folgen mal noch drauf. Da ist es so, dass ich eben Antikörper habe, bei einer Autoimmunerkrankung habe ich Antikörper, also die gegen mein eigenes Gewebe gehen.
(32:27 - 32:48)
Bedeutet, ich habe eine permanente Beanspruchung meines Immunsystems. Und wenn mein Immunsystem tätig werden muss, habe ich per se immer einen Reiz, ein entzündliches Milieu. Und diese Antikörper führen eben dazu, dass ich eine chronische Entzündung oder ein chronisches entzündliches Milieu in meinem Körper habe.
(32:49 - 33:18)
Dass ich nicht immer wegbekomme. Oder zumindest ich schauen kann, dass ich es so niedrig wie möglich bekomme. Aber man bekommt es eigentlich nie ganz weg.
Und auch da muss ich wissen, warum das so ist und eben alle anderen Risikofaktoren drum herum einstellen. Und drum ist es so, wenn dieser Wert 1 bis 3 da ist, dann muss ich gucken, wo kommt der her und ich muss ihn wegbekommen, weil das hat definitiv einen Longevity-Impact. Okay, jetzt will ich das dauerhaft managen.
(33:18 - 33:37)
Jetzt nehme ich alle 6 Monate Blutabsagen und dort gucke ich meinen CRP an. Wenn der immer in Ordnung ist, unter 1 ist bei mir jetzt hier der Fall, da sehen wir 0,6 und 0,4, dann weiß ich, dass es gut ist. Klar, wenn ich zwischendrin eine Grippe habe, ist logisch, aber es kann nicht sein, dass das irgendwie zwischendrin schwankt.
(33:37 - 34:03)
Eher unwahrscheinlich. Okay. Darf ich noch fragen, Leukozyten sind keine Entzündung? Doch, spielen auch mit rein, hatten wir zusammengefasst unter der Rubrik der Blutbildung, weil das ist quasi eine der drei Blutreihen, die gebildet werden, die ich im Verhältnis zu den anderen mit anschauen muss.
(34:04 - 35:11)
Leukozyten sind die weißen Blutkörperchen im Blut und das sind die, die quasi die primär Immunantwort stellen. Also die, die als allererstes sich auf irgendwas, was im Körper ist, stürzen. Da gibt es verschiedene Untergruppen und diese weißen Blutplättchen lassen sich nochmal in unterschiedliche Kategorien einteilen und jede Kategorie hat ebenso ihre primäre Aufgabe in der Immunantwort.
Also da sehe ich dann auch schon, ob ich ein Problem im Körper habe, ist aber wirklich häufiger eher über das Thema Infekte, richtig, und jetzt gar nicht so dieses Untergrundrauschen an entzündlichen Prozessen, also so Autoimmunerkrankungen oder entzündliche Prozesse an Gefäßwänden, sowas, das wird dadurch eigentlich nicht abgegriffen. Okay, ich hatte bei unserer ersten Untersuchung im Mai, hatte ich, also Mai 25, 11.200 Leukozyten, etwas über 10.000, was außerhalb des Referenzwertes, jetzt dann wieder normal bei 5 oder 6.000. Das ist das Long Game Referenzwert. Okay, ja, ja.
(35:11 - 35:57)
Aber warum war das bei 11.000 und dann ist es jetzt bei 5.000? Also, da muss man in der Tat schauen, was ist im Mai in der Zeit gewesen, als wir es abgenommen haben. Es kann auch sein, dass wir den Moment mal abgegriffen haben, wo du eben gerade in der vollen, direkt nach neuer Produktion warst, wo man es abgreift und im Verlauf hast du einfach ein paar verloren und baust erst wieder auf. Kann auch sein, dass unterschwellig mal irgendein Mini-Infekt gelaufen ist, den du gar nicht gemerkt hast, den aber dein Körper gut abgefangen hat.
Das kann auch mal die Leukozyten anheben. Böse Zungen in der Medizin sagen, dass Rauchen auch die Leukozyten etwas anheben kann. Also, da gibt es verschiedene Gründe, warum das so sein kann.
(35:58 - 36:44)
Okay, damit aus deiner Sicht Entzündungen. Ja, ein Punkt, für Entzündungen noch mehr dazu, Homozystein. Homozystein ist mir insofern wichtig, weil es ist ein Zwischenprodukt im Aminosäure- Sprich, wenn ich eine zur nächsten Aminosäure umwandle, Das macht der Körper auch noch? Das kann er auch.
Und da ist es so, dass ich bei einem Schritt eben als Zwischenprodukt Homozystein bekommen kann. Und das Homozystein weiß man mittlerweile, dass es eben entzündliche Prozesse fördern oder generieren kann. Es ist derzeit noch nicht signifikant der Nachweis, dass man sagt, okay, das macht wirklich Entzündungsprozesse an den Halsgefäßen oder an den Gefäßen zum Beispiel.
(36:45 - 36:56)
Aber man geht derzeit sehr davon aus, dass es in die Richtung gehen wird. Aber man weiß, es macht auf jeden Fall so ein bisschen entzündliche Unruhe. Sprich, ich möchte so wenig Homozystein wie möglich haben.
(36:57 - 37:09)
Und da gibt es zum einen so wenig wie möglich. Da ist der Cut-off schulmedizinisch unter 12. Da weiß man schon, dass das dann ist man eigentlich schon in einem sehr guten Bereich.
(37:11 - 37:22)
Long-Game-Referent wird haben wir auf 10 gesetzt. Weil dann kann man wirklich sagen, da bin ich außerhalb eines Bereiches, wo es für mich eine Relevanz gibt. So ein bisschen wie beim Hb1c.
(37:22 - 37:50)
Da gibt es definitiv ein Perfekt im Sehrgut. Da ist es so, dass wie kriege ich das weiter abgebaut? Gerade mit dem Hinzunehmen von Vitaminen B6 und B12. Brauche ich diese Vitamine, um Homozystein weiter umbauen zu können? Und was ich häufig sehe, ist eben, wenn ich von den Vitaminen eher zu wenig habe, dass dann auch der Homozysteinwert höher ist.
(37:50 - 38:06)
Homozystein kann auch in gewissem Grad, da gibt es schwache Studien oder Aussagen dazu, in gewissem Grad auch durch Alkohol und Nikotin gepusht werden. Und durch verschiedene Nierenerkrankungen. Also wenn ich die in den Blutwerten nehme ich das mit ab.
(38:06 - 38:20)
Wenn ich die ausgeschlossen habe, dann kann man sagen, dann ist das schon mal kein Grund. Bei dem, was ich in der Praxis sehe, ist das häufigste wirklich zu wenig Vitamine B12 und B6. Jetzt habe ich Homozystein von 7,5.
(38:20 - 38:47)
Damit ist ja alles gut. Jetzt sagst du, aber es gibt ja auch noch Perfekt. Das heißt, ich mache jetzt noch ein paar Sprühstöße mehr B6 und B12? Du kriegst es sicherlich noch mal einen Ticken weiter runter.
Ist sicherlich auch kein Schaden. Aber da ist halt auch immer zu gucken, wie viel muss ich von was nehmen? Ist das irgendwann schädlich? Nö, das nicht. Weil in dem Fall ist es Vitamine, die eben quasi wasserlösliche Vitamine sind.
(38:48 - 39:56)
Und die ausgeschieden werden, wenn es viel zu viel ist. Ja, also du hast jetzt bei Entzündungen, ich finde das auch spannend, weil entzündliches Milch und ich suche immer nach Dingen, die wir auch tun können, um uns bestmöglich gegen Krebs aufzustellen. Weil das ist so, also Herzinfarkt und Schlaganfall, da haben wir jetzt sehr viel darüber gelernt, was ich da tun kann.
Und da haben wir richtig starke Hebel. Es ist sehr wahrscheinlich oder mittlerweile schon gesichert, dass wenn ich wenig Entzündungen habe, mein Krebsrisiko sinkt. Kann man das so sagen? Ja.
Das heißt, und jetzt haben wir gelernt, ein Blutbild, was ich alle paar Monate nehme, wir gucken uns an, CRP, wir gucken uns an Interleukin 6, wir gucken uns Leukozyten an und Homocystein. Wenn ich die vier immer grün bin, tue ich was. Tust du was Gutes? Bist du vom Körper gut aufgestellt und kannst sagen, okay, ich habe, wenn überhaupt, nur ein äußerst geringes entzündliches Milieu.
(39:57 - 42:42)
Man muss es leider, gerade wenn man es in Richtung Krebs skripten möchte, so vorsichtig ausdrücken, aber damit hast du auf jeden Fall alles dafür getan, was du erstmal tun kannst. Okay, rüber zu Vitaminen, oder? Genau, Vitamine, um aus meinem Dashboard zu berichten, der Bereich, also Mikronährstoffe, fassen wir es zusammen, wo es am meisten rot ist, meine Blutabnahme wurde genommen, bevor ich mit Supplements angefangen habe. Vielleicht da einmal, weil wir oft die Frage bekommen, welche Supplements soll ich eigentlich nehmen und Co., ist das hier ein sehr relevanter Bereich.
Wir machen eine separate Aufnahme zur Folge und so zu Supplements im Detail, aber jetzt nur Blutbild, was kann man sehen? Also, es ist schon so, dass, das nehme ich jetzt schon mal vorweg, man kann wirklich ernährungstechnisch sehr sehr sehr viel ausgleichen und sich sehr gut aufstellen. Es ist jetzt nicht so, dass ich grundsätzlich immer gezwungen bin, Supplements direkt zu nehmen, aber wenn ich das im Rahmen eines Real Longevity Gedankens verfolge, möchte ich natürlich auch hier so bestmöglich, wie es nur irgendwie geht, aufgestellt sein. Da geht es mir vor allem um Vitamin B12, Hohlsäure und Vitamin D, das so als Hauptvitamine.
Klar, Vitamin C macht auch Sinn, einfach um auch für die Immunabwehr unter anderem, ich brauche es auch um manche andere Stoffe aus dem Darm mit aufzunehmen, aber gerade für die Stoffwechselprozesse ist Vitamin D absolut wichtig und da ist einfach das Thema, ich komme einfach in Deutschland zu kurze Zeit mit zu wenig Haut in die Sonne. Und selbst im Sommer ist es so, dass ich in einen mehr oder weniger okay-isch Bereich komme, aber eigentlich nicht in einen Bereich, wo ich für perfekte Stoffwechselprozesse hinkommen möchte. Damit ist man eigentlich mehr oder weniger darauf angewiesen, Vitamin D einzunehmen.
Da kommt es dann wirklich darauf an, welchen Wert man hat und wie viele Einheiten man eben zu sich nehmen muss. Das variiert ein bisschen von Person zu Person, aber da ist es schon wichtig, das einzunehmen. Und da ist es so, die Laborwerte geben meistens einen Referenzbereich an, dass sie sagen, so ab 30 Units und mehr wäre eigentlich gut, aber wir wissen einfach, für die perfekten Ablauf sollte man irgendwo schon zwischen 60 und 80 herauskommen.
(42:43 - 42:53)
Ich glaube, wir haben hier angegeben, ich bin mal bei 15,7 Mikrogramm pro Liter. 89,2. Da hat er wieder was gefunden.
(42:54 - 43:02)
Er schluckt wie ein Specht. Er sagt nicht, wo ich herkomme. Die Long-Game-Range ist quasi 50 bis 90.
(43:02 - 43:18)
Also Marco ist quasi genau Musterknabe, wie immer. Auch bei unseren Teilnehmern, ich glaube, wenn man mal reinguckt, das ist bei drei Vierteln. Also die Leute, die keine Supplements nehmen, und da kann man Geld draufwerten, wenn du keine Supplements in dem Bereich nimmst, hast du sehr wahrscheinlich einen Mangel in dem Bereich.
(43:20 - 43:49)
Also ganz wichtig, Vitamin D zur Einnahme gibt es den Wert als Milliliter, wie viel man nehmen kann. Klassischer Wert sind Units, also internationale Einheiten. Der Wert, der aber angegeben und gemessen wird, sind hier Mikrogramm pro Liter.
Also das sind die Zahlen, über die wir jetzt gesprochen haben, nur dass man das einmal gehört hat. Genau. Okay, B6, B12? B12, also B6, ja, hilft auch mit rein.
(43:49 - 44:01)
Ist wichtig, ist gut. Der Hebel für mich ist meistens erfahrungsgemäß nochmal höher als B12. Und da ist es so... Was heißt der Hebel ist für dich höher? Der Hebel, um Homocystein zu senken.
(44:02 - 44:19)
Also um diese Umbauprozesse zu fördern. Und da ist es so, da ist die Einheit Nanogramm pro Liter und die Range so irgendwo zwischen 350 bis so knapp 900. 350, ja, das ist ein Dash-Porträt.
(44:19 - 45:19)
Aber genau, das habe ich Long-Game-technisch hochgefahren, weil ich eigentlich immer etwas mehr einstelle, weil wofür brauche ich Vitamin B12 noch, gerade für alles, was mit Nerven zu tun hat. Also peripher, also in den Fingern, Beinen, überall, aber halt auch im Kopf, dass einfach die Nervenbahnen gut versorgt und geschützt sind und einfach bestmöglichst laufen und darum fahre ich da immer etwas höher. Okay, das ist ja, also, es ist schon eins zu eins.
Das, was ich im Blutbild unter Mikronährstoffe bekomme, also jetzt haben wir gerade schon Vitamin D, B12 und so weiter, das ist ein Spiegel dessen, was ich entweder mit Zufuhr über Nahrung oder eben noch mit Supplements ergänze und das stellen wir einfach auf diesen Referenzwert ein durch, das ist ein bisschen... Anpassung Ernährung oder dann Supplements. Genau, also das ist relativ straightforward eigentlich. B12 kriege ich woher? Fleisch.
(45:19 - 45:33)
Fleisch, ja, okay. Dann Folsäure, ist nicht nur in der Schwangerschaft wichtig? Ja, ist einfach der, ja, wie Batman und Robin, ja, das ist so quasi der Robin von B12. Ah ja, okay.
(45:33 - 46:02)
Folsäure spielt da einfach eng mit rein und darum ist... Warum in der Schwangerschaft sowieso hart wichtig? Das hat was damit zu tun für die eben Nervenausprägung des Föten, also des Babys und da gerade auch in dem Thema, dass sich der Rücken, also das Rückenmark oder die Scheide drum schließen kann und dass dein Rücken zuwächst und das Rückenmark geschützt ist, also das ist so ein wichtiger Punkt, darum ist man da so dahinter. Genau. Okay.
(46:03 - 46:56)
Ich mach mal nur schnell weiter und sag immer meine Werte dazu, dann gehen wir da jetzt ein bisschen schnell durch. Zink, Minimum 90, Maximum 150, ich hab 186, bedenklich, war zu hoch. Nö, hat man auch gerne mal zwischendrin Höhe, sollte man jetzt nicht immer dauerhaft so hoch halten, warum? Also gerne auch mal so drei Monatskuren machen und dann kann man es auch mal zwischendrin absetzen, einfach deshalb, weil Zink die Eisenaufnahme aus dem Darm hemmeln kann, das heißt, ich fahr eins hoch, gerade fürs Immunsystem super, Zink, das ist auch da durchaus mal, wenn ich merke, dass was kommt und anschiebt, kann man das auch mal vorübergehend höher dosiert nehmen, aber man muss es jetzt nicht zwingend dauerhaft hoch halten, also extrem hoch halten.
(46:56 - 47:32)
Kann ich mir da jetzt parallel mein Eisen angucken, um zu checken, ob das... Dein Eisen war, glaube ich, gar nicht so hoch. Was gucken wir da an? Eisen oder Ferritin oder was gucken wir da an? Ich schaue eigentlich immer alle vier an. Ich schaue mir Eisen, Ferritin, Transferrin und Transferrin Sättigung an.
Warum? Eisen ist normal mein Eisen, was ich an sich habe. Ferritin ist mein Speichereisen, also sprich alles, was eingespeichert ist und wovon ich zählen kann, anfristiger, kann aber auch falsch hoch sein, weil Ferritin schlägt auch bei Entzündungen oder Unruhe im Körper an und wird dann höher. Das ist ein sogenanntes akute Phase-Protein.
(47:34 - 48:19)
Somit kann der Wert kaschiert sein. Transferrin ist das Eiweiß oder das Protein, das Eisen transportiert. Sprich, ich muss wissen, wie viel kriege ich überhaupt von A nach B und dann ist es wichtig zu sehen, ob das Transferrin gut aufgesättigt ist.
Sprich, dass meine Transportautos auch gut besetzt sind. Wenn ich jetzt wenig Transportprotein habe und so okay ist Eisen, dann ist meine Sättigung natürlich auch gut. Wenn ich wenig Transportprotein und wenig Eisen habe, dann ist es auch im Verhältnis gut aufgesättigt, aber darum muss man eigentlich immer die Vier anschauen, um zu sehen, ob ich wirklich einen Eisenmangel oder einen niedrigen Wert habe.
(48:20 - 49:05)
Du siehst gerade meine Vier, oder? Ich sage es kurz für die Zuhörer. Der Eisenwert an sich. Einer von Vier ist jetzt zum Beispiel bei 84.
Unser Referenzwert ist 70 bis 180. Da bin ich eher am unteren Ende. Würdest du jetzt sagen, Mensch, lass doch mal dein Zink ein bisschen weg.
Zink nehme ich morgens, Eisen nehme ich abends, allerdings dann noch zusammen mit Magnesium, was wohl auch nicht ganz ideal ist. Aber trotzdem wohl, dass Eisen sich noch durchsetzen kann, so verstehe ich es. Aber würdest du jetzt sagen, push mal Eisen ein bisschen, oder? Ich würde Zink vorübergehen mal runterfahren.
Auch wenn Zink morgens und Eisen abends hat trotzdem den Effekt. Mal Zink einfach ein paar Wochen weglassen. Dann weiter mit Mikronährstoffen, dass wir das noch... Pick mal noch raus, was dir noch wichtig ist.
(49:05 - 50:09)
Jetzt haben wir Selen, Phosphat, Magnesium. Magnesium ist auch immer schön. Man muss sagen, wir haben hier halt normales Serum abgenommen.
Also Serum ist eine Form der Blutabnahmemöglichkeit, um die Werte zu bestimmen. Um so die ganz genaue Form zu wissen, wie viel habe ich an Bord, braucht man eigentlich eine Vollblutbestimmung. Das ist eine spezielle Form der Abnahme.
Dann weiß ich genau, was ist so mein Wert. Aber ich kriege eine sehr gute Richtgröße, wo ich stehe. Und dementsprechend ist Magnesium sicherlich kein Schaden, wenn ich das einmal weiß.
Gerade wenn ich mehr Sport mache, um zu gucken, bin ich da gut aufgestellt. Das sind im Prinzip erstmal so die Haupt-Mikronährstoffe, die man so ein bisschen für sich auf dem Schirm haben sollte. Ganz gerne mache ich dann immer noch, um so ein ganzes Gesamtbild zu bekommen, sind so gerade longevity-Thema Schwermetalle, die ich noch mit anschaue.
(50:10 - 50:22)
Da kommt so ein bisschen Arsen, Blei, Quecksilber mit rein. Warum? Arsen ist etwas, wo ich ein bisschen bei den Veganern mit aufpassen muss. Gerade über die Algen.
(50:23 - 50:34)
Hat der Stefan oder was? Hat er nicht. Das kann ich jetzt mal aus dem Melkkasten sagen. Also die supplementieren und deswegen haben sie Algenzufuhr.
(50:35 - 50:50)
Genau, beziehungsweise oftmals ist die veganische Kost eher algenlastiger. Und dadurch hast du es leichter, weil Algen Arsen mit aufnehmen auch aus den Gewässern. Die machen das ein bisschen schlauer als der Fisch.
(50:51 - 51:21)
Die nehmen nämlich nicht so viel Quecksilber mit auf. Und darum ist mir Quecksilber auch immer wichtig, weil wenn ich eben, wenn wir ein Ernährungsthema dann noch haben, wenn ich halt viel Lachs zum Beispiel esse oder Thunfisch, da habe ich schon eine relativ hohe Quecksilberbelastung der Tiere durch die Meere, in denen die sind. Und da sehe ich schon, dass die Patienten bei mir alle so eine leichte Quecksilberüberbürdung haben.
(51:22 - 51:40)
Zeigt sich aber dann auch, wenn man wenn man ernährungstechnisch das ein bisschen shiftet und mal eine Zeit lang weniger macht, geht das auch wieder runter. Oder im Worst Case ist es so, dass man dann sagt, man macht eine Art Ausleitung oder so. Das kann man machen.
(51:41 - 51:47)
Erklär das nochmal. Also ich habe jetzt hier Quecksilber 3,8. Du sagst, man sollte maximal 2 haben.
(51:47 - 52:02)
Ja, also. Und ich esse viel Lachs und ich esse viel Thunfisch. Genau, also da ist es schon so, dass man sagt, mal gucken, muss es jetzt so viel dieser Proteinquelle sein oder kann ich es woanders holen? Also die Hühnchen kein Problem in der Richtung.
(52:02 - 52:20)
In dem Fall besser, als wenn es jetzt rein um den Wert geht. Und gut, es gibt so ein, zwei ja, gibt es keine Studien dazu. Es gibt ein, zwei Supplements, aber das würde ich im Supplement Block mit aufnehmen, die unterstützen können, Quecksilber leichter loszuwerden, so muss man es sagen.
(52:21 - 53:58)
Es gibt aber auch wirkliche Gelattherapien, also Ausleitungstherapien. Gelate sind so genannte ja, Metall oder Schwermetallbinder und das sind einfach Medikamente, die eine Struktur bilden, die das Quecksilber oder die Schwermetalle richtig puffern und binden und die dann ausgeschieden werden. Da muss man aber wirklich aufpassen, das muss man mit Laborkontrollen, Blutbildkontrollen oder Elektrolytkontrollen machen, weil ich da eine ziemliche Elektrolytverschiebung haben kann und wenn die Elektrolyte aus dem Gleis kommen, dann kann ich wirklich ein Problem bekommen und darum, das nimmt man jetzt nicht einfach nur mal so, sondern das muss schon... Aus dem Gleis kommen heißt, ich muss dann möglicherweise noch Elektrolyte trinken, oder? Ja, genau, also man muss eventuell die Elektrolyte ausgleichen dann.
Das merke ich wahrscheinlich beim Sport dann auch, oder? Ja, kannst du, aber da sprechen wir dann schon über Themen, das kann so abrauschen, wenn dir das Natrium schlechter wird oder niedrig wird, dann kann das richtig Energie einbußen bis hin zu Präkoma-Zuständen werden. Kalium verschiebt sich, Kalium kann lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen machen, also das ist jetzt nicht nur so, wo ich so mal am Nachmittag rumspiele mit einer Schiller-Therapie. Wie oft macht man diese Therapie? Das macht man über eine längere Zeit, also macht man so eine Woche voll, dann lässt man wieder ein bisschen Pause, dass der Körper wieder ausgleichen kann, dann macht man es wieder, das macht man über so 2-3 Monate macht man das an sich, weil man eben nicht jede Woche das durchführt und dann ist das Thema eigentlich auch durch.
(53:58 - 54:31)
Und dann ist das durch und dann muss ich es wieder machen ein Jahr drauf, oder? Nö, dann schaut man, wo man mit den Werten ist und guckt halt auch, habe ich Ernährung entsprechend umgesetzt oder habe ich Bock das zu halten, dann mache ich das halt alle paar Monate mal. Ich will jetzt weiter Lachs und Tufu schätzen, aber... Dann wäre es eher so, dass man sagt, okay, jetzt gucken wir mal wenn wir minimal anpassen, reicht es dann schon aus? Oder wenn ich in dem... Du willst an das Sashimi ran? Eine halbe Portion? Leite doch lieber auf. Schraub das Statin hoch, dass ich nicht mehr schwarze Jacke kriege.
(54:32 - 54:49)
Nee, und da muss man einfach dann gucken, also wie häufig muss man es machen? Grundsätzlich bei diesen Schwermetallen gilt je weniger, desto besser. Also es ist ein Gift, das gehört nicht in den Körper rein, das hat ja keine Funktion, das ist schade. Genau, genau.
(54:50 - 55:28)
Hier ist noch Cadmium drin bei den Schwermetallen? Selbes Spiel, also die haben unterschiedliche Ansatzpunkte, wo sie Stoffwechselprozesse beeinträchtigen können und dementsprechend muss man einfach gucken, welche Belastung ist da. Und es gibt das eine oder andere, also Bohr zum Beispiel hat durchaus auch eine in gewissem Maße eine Daseinsberechtigung, weil es eben auch ein Stoff ist, der im Körper mit verwendet wird, aber es geht halt immer darum, wieviel habe ich von was? Ja, die Dosis macht das Gift. Okay, ich habe noch einen Bonuswert, Harnstoff.
(55:29 - 55:56)
Schöner Wert. Den habe ich genau vorhin noch rausgesucht. Ich lese kurz vor, Minimum 17, Maximum 43.
Ich bin konstant drüber mit folgender Historie, 73, 66, 54. Jawohl. Harnstoff ist ein sehr schöner Marker, der zeigt, ob meine Niere kaputt geht oder kaputt ist oder nicht, weil es einfach ein Stoff ist, der über die Niere mit ausgeschieden wird und wenn die das nicht mehr kann, dann staugt er sich an.
(55:57 - 56:22)
Man muss aber aufpassen dahingehend, weil gerade bei Leuten, die viel Sport machen, die viel Eiweiß zu sich nehmen und da vor allem auch bei Proteinpulver, wenn ich das zu mir nehme, dann... Ah ja, Pulver macht den Unterschied. Du kriegst halt einfach noch mal höhere Dosierungen mit rein. Also wenn du jetzt wirklich deine 20 Packen Skier isst, hast du denselben Effekt.
(56:23 - 57:09)
Sprich... Ich esse ja Skier mit Proteinpulver drin. Ist sehr gut. Ja, ist gut.
Und dazu Sashimi, ne? Markus macht hier alles kaputt. Dementsprechend dann habe ich einfach in dem Stoffwechsel der Eiweiße, die ich zu mir nehme, eine höhere Harnstoffentstehung, die aber nichts mit einer kaputten Niere zu tun hat. Sondern das ist einfach etwas, wo man sagt, ja, hier sieht man, dass du gut Proteine zu dir nimmst.
Punkt. Würde man noch einen anderen Wert sehen, der auf eine kaputte Niere hindeutet? Der Creatin... Also es hat... Creatininwert, sorry, das hat nichts mit dem Creatin, das ich so zu mir nehme, zu tun. Oder so einen sogenannten GFR-Wert, also glomeruläre Filtrationsrate heißt das.
(57:10 - 57:24)
Das ist quasi die Filterfunktion der Niere, die da gezeigt wird. Und wenn man es ganz, ganz, ganz genau nehmen möchte, also der Creatinin-Plus-Wert, wenn man so möchte, wäre das Cystatin-C. Den haben wir bei dir auch genommen.
(57:25 - 57:43)
Weil das eben von allen sogenannten kernhaltigen Zellen gebildet wird im Körper. nicht nur mit Muskulatur zu tun hat. Und damit kann ich einfach deutlich sensitiver sagen, ist die Filterfunktion der Niere ausreichend gut oder nicht.
(57:43 - 58:09)
Genau, also das sind an sich so die Hauptblutwerte, die man halt von sich erstmal wissen sollte, beziehungsweise in so einen Überblick. Wir haben es vorhin ja auch beim Blutzucker oder Zuckerstoffwechsel schon gesagt, dass es eine Möglichkeit gibt, den eben für sich selber zu messen, ohne dass ich mir jetzt immer den Finger piksen muss. Sondern es gibt eben diese Continuous Glucose Monitoring Möglichkeiten.
(58:09 - 58:44)
Eben ein kleines Gerät, das ist wie so ein großer Knopf, ein bisschen abstehend, den man sich Bauch unten oder Oberarm, Hinterseite ins Gewebe mit so einer Nadel reinpiksen kann. Und über diese Nadel wird eben in dem zwischen den Zellen, in dem Blut, das da eben austritt, der Zucker in diesem Kapillarblut quasi gemessen. Damit habe ich einen dauerhaften Überblick über die Blutwerte beziehungsweise die Zuckerwerte in diesem Blutteil.
(58:44 - 58:59)
Kommt aus dem Diabetesbereich, also ich habe das auch gesehen bei Diabetikern hinten am Arm dran. Wir haben es quasi, nicht wir, aber quasi in der Longevity-Bereich kann man das eben umfunktionieren, auch wenn man es nicht hat, um zu verstehen, wie reagiert der Blutzuckerspiegel. Genau.
(59:00 - 59:50)
Auf was genau, Markus? Auf was genau reagiert der Blutzuckerspiegel? Was kann man sehen? Man kann eigentlich sehen, wie verhält sich mein... Wir wissen ja nicht den Quecksilberspiegel. Genau, also man kann im Prinzip sehen, was macht mein Blutzucker, wenn ich egal was ich esse, also sprich, welche Form von Kohlenhydraten esse ich, wenn ich Protein, also Eiweiß esse, was macht mein Blutzucker, wenn ich Eiweiß vor Kohlenhydraten esse, zum Beispiel, oder wenn ich was Süßes esse, wenn ich etwas trinke, ich sehe, was macht mein Blutzuckerspiegel, wenn ich Sport mache. Wie reagiere ich da drauf? Ganz wichtig ist, man sieht, wie man mit dem Blutzucker aus der Nacht kommt, also was mein absoluter nüchtern Blutzuckerspiegel ist, der sehr wichtig ist.
(59:51 - 1:00:13)
Ich kann sehen, ob ich irgendwelche Zuckerspitzen habe oder Entgleisung vorübergehend. Ich kann aber auch sehen, ob ich irgendwelche Tiefenwerte habe, also Unterzuckermomente, auch das kann man sehen. Und damit habe ich eben die Möglichkeit, mal so ein Profil zu bekommen, wie bewege ich mich, wie stark reagiere ich, auf welches Essen reagiere ich wie, und inwiefern man da eben darauf Rücksicht nehmen kann.
(1:00:14 - 1:00:42)
Da war bei der Messung, ich habe das ja dann durchgeführt, im Rahmen davon, von unserem Programm, wo ich mich ja selber mit als Testkandidat, ich wollte das ja alles selber auch machen, da ist eine Range angegeben in der App dann, und man sieht die ganze Zeit eine Kurve in dieser Range rumfahren. Ich habe so gut wie nie einen Spike außerhalb der Kurve gehabt. Ich weiß auch, diese Kurve soll möglichst flach und sanft sein.
(1:00:42 - 1:01:34)
Wenn die da drinnen aber Wellen macht, würdest du schon sagen, völlig fein, da würdest du es auch nicht optimieren. Ich war zum Beispiel überrascht, ich habe da einmal gedacht, so, ein Test, wir hatten auch noch andere Ärzte bei mir, wenn der eine sagt, aber wenn das Ding dann das einmal richtig saufen musste, um mal zu gucken, was da passiert, das habe ich nicht gemacht, aber ich habe dann trotzdem das erste Mal so, habe es beim Inder krachen lassen, das heißt, ich habe noch angefangen mit so ein bisschen... Also nicht mehr mit ihm Indisch essen gehen, wenn er es krachen lässt. Ja, ja, ja, also noch harmlos, aber ich habe dann quasi so ein bisschen frittiertes Gemüse am Anfang und dann habe ich gesagt, okay, jetzt esse ich auch dieses Palak-Panier-Zeug mit Käse, Chicken dazu und dann vor allem Butternahen, auch noch Käsenahen und dazu Rotwein getrunken irgendwie 0,3 vermutlich.
Für die Wissenschaft. Ausschließlich für die Wissenschaft. Das Krachen hat danach eher was mit einer Verdauungsstörung zu tun.
(1:01:35 - 1:01:54)
Nee, es ist wirklich, ich habe keinen Spike gehabt. Ich habe die ganze Zeit drauf geguckt. Meine Frau hat schon gesagt, also jetzt komm, wenn du Trinkst und guckst auf dein Handy die ganze Zeit, dann wird man wieder irre, aber... Also, wie wir es vorhin hatten, zeigt natürlich ein bisschen auch dein HOMA-Index mit an, also wie gut reagierst du einfach mit Insulin oder auf Insulin.
(1:01:54 - 1:02:10)
Das heißt, ich reagiere gut? Du reagierst gut. Ja, und wenn ich da jetzt mal eine gewisse Auslenkung innerhalb des Referenzwertes Bereichs habe, also da darf ich mich nicht verrückt machen, wenn ich das anschaue und gucke, wie reagiere ich auf was. Was ich wirklich nicht haben möchte oder vermeiden möchte, sind diese wahnsinnig hohen Ausschläge.
(1:02:11 - 1:02:34)
Das ist etwas, wo man sagt, da wird es einfach für die Gefäße, für die Versorgung nicht gut. Aber wenn ich so leichte Ausschläge habe und das alles in einem gewissen Rahmen auch schnell wieder abgefangen wird, ist das überhaupt nicht bedenklich. Klar, je stabiler diese Welle ist, die da läuft und je weniger stark sie ausschlägt, desto besser ist es.
(1:02:34 - 1:03:41)
Aber wenn ich... Ich darf jetzt nicht, nur weil es mal irgendwo etwas ausschlägt, darf ich nicht die Krise kriegen, dass jetzt hier eine Fehlfunktion ist. Das überhaupt nicht. Aber was wollen wir damit eigentlich genau erreichen? Wenn wir erkennen würden, ich schlage immer aus, was ziehen wir daran? Das Problem ist hier, dass ich dann einfach starke Hormonschwankungen habe.
Also sprich, ich reagiere nicht schnell genug, Zucker hoch, ich muss den hohen Zucker wegbekommen, viel Insulin. Insulin ist auch ein Anabolishormon. Und dadurch habe ich viel schneller auch Gewichtszunahmen oder Stoffwechselschwierigkeiten.
Und diese Überreaktion und Überkorrektur, die dann läuft, ist eben genau das Hormonelle, was da abläuft, was ich vermeiden möchte. Und man kann potenziell eine Vorstufe von Diabetes dadurch erkennen? Genau. Ich will nochmal fragen, weil ich das schon in der Interpretation für mich dann schwierig finde.
Ich nehme jetzt mit, alles okay. Ich nehme auch mit, dass ich wenn ich es nicht komplett übertreibe, da keine extremen Spitzen hinbekomme. Damit kann ich mich zu dem Thema erstmal wieder schlafen legen.
(1:03:42 - 1:04:53)
Frage 1. Beziehungsweise meine einzige Frage ist, du hast jetzt ja einige von den Dingern gesehen, weil wir den Rahmen des Programms auch gemacht haben und hast die ja miteinander verglichen. Was ist denn da, also gibt es Leute, die mehrfach am Tag einen hohen Spike haben, wo du sagst, okay, da intervenieren wir? Hatten wir auch. Hatten wir auch.
Und dann sagst du, wir müssen jetzt ran. Du fragst erst, wie ernährst du dich wahrscheinlich? Genau, also die meisten haben auch wirklich genau hingeschrieben, wann sie was gegessen haben. Und da haben wir einfach gesehen, schau, du reagierst nachweislich teilweise immer, wenn du dies und jenes Kohlenhydrat gegessen hast, reagierst du stärker, als wenn du das andere machst.
Also achte darauf künftig, dass du vielleicht deine Kohlenhydrate eher über das weniger Reaktive nimmst. Das ist der erste Punkt, den man da rausnehmen muss. Und das andere ist eben, wenn ich irgendwie ständig, egal was ich dann auch ernährungstechnisch mache, solche Ausschläge habe, ist es eben, wie Lorenz auch schon gesagt hat, kann es auch mal ein Hinweis sein, dass man doch wahrscheinlich ein Diabetes entwickeln kann oder würde.
Aber da springen wir über wirklich hohe Ausschläge. Okay, aber da würdest du ja wieder sagen, dann ernähre dich besser. Ja, genau.
(1:04:55 - 1:05:38)
Aber da muss man eben im Verlauf gucken, bleibt das weiterhin so, auch wenn die Ernährung angepasst ist. Oftmals fängt sich das wirklich ab. Und wenn nicht, dann muss man sowieso schärfer reingretschen.
Die Range Waren, die du da vorgegeben hast, in denen man sich behalten soll, waren glaube ich Milligramm pro Deziliter angegeben? Milligramm pro Deziliter, genau. Und Minimum hatte ich gesetzt so nicht weniger als 60 ungefähr. Weil dann wird schon wenig Zucker im Blut.
Kann in der Nacht durchaus mal sein, dass man unter die Grenzen kommt. Das ist jetzt nicht ganz so tragisch erst mal. Und ich hatte es auf 150 scharf gesetzt.
(1:05:39 - 1:05:49)
Als Obergrenze, genau. Die Apps machen, also die Schulmedizin legt auf 180. Eine Sache noch, das ist aber jetzt wirklich N gleich 1, aber das habe ich festgestellt.
(1:05:49 - 1:06:01)
Auch wenn man im grünen Bereich quasi drin ist, habe ich festgestellt. Ich schaue mal gerne aus Performance-Sicht auch drauf. Ich habe festgestellt, wenn ich wirklich in einem Fokusblock war, konntest du es nahezu ablesen an meinem Blutzucker.
(1:06:01 - 1:06:10)
Das war wirklich wie eine quasi eine Graline, die mit so 1% Steigung leicht runtergegangen ist. Fokusblock heißt, du arbeitest konzentriert. Ich sitze und arbeite konzentriert.
(1:06:11 - 1:07:26)
Ich habe gleichzeitig in der Phase, in der ich gerade quasi einen Spike hatte, meistens nach einer Mahlzeit, ist es mir deutlich schwerer gefallen. Man konnte quasi wirklich rüberlegen, es war eine persönliche Erfahrung von mir, vielleicht auch der eine oder andere. Die selbe Erfahrung habe ich wirklich gemacht.
Es ist gar nicht so speziell bezogen auf Fokusblock, aber ich habe das Gefühl, vielleicht ist es auch wieder quasi placebo, oder man sieht es halt parallel, was man eben bestätigt ist, aber dieser klassische Mittagslocheffekt, was man so kennt, dass das sich einfach nicht gut anfühlt, wenn das quasi Achterbahn fährt, und dass du viel smoother für dich auch läufst, mit einem klareren Fokus, mit einer klareren Energie, wenn das eine relativ gerade Linie ist. Das war auch voll mein Eindruck. Ist auch so.
Die Schwankung ist in dem Fall nicht so gut. Und lässt sich auch bei einigen Patienten von mir auch wirklich gut nachweisen, die kommen und sagen, wenn nach der Mittagszeit teilweise auch ausprobiert mit Essen und ohne, fallen die in so ein Loch und haben Null Energie. Und dann sieht man auch, wenn die nur frühstücken, dann ziehen die an und dann brechen die ein, oder auch nach dem Mittagessen boosten die nochmal hoch und haben so eine Gegenregulation, wo die einbrechen und fangen sich dann langsam wieder bis zum Nachmittag.
(1:07:27 - 1:07:39)
Und da muss man eben auch dann gucken, wann setzt sich die Mahlzeit und welche Form der Mahlzeit. Und dann lässt sich das eben konstanter fahren und dann geht das viel besser. Und ich muss sagen, was ich wirklich krass finde daran, ist auch der psychologische Effekt davon.
(1:07:39 - 1:08:02)
Wenn man anfängt, sich mit seiner Gesundheit zu beschäftigen, dann mal zu sehen, wann ich was esse, das ist nicht wie fire and forget, sondern es ist wirklich, das kreiert jetzt eine Reaktion in meinem Körper. Und das fand ich persönlich einfach sehr interessant und sehr irgendwie, man versteht noch mehr, was man in sich reinpackt. Du warst ja der Süchtigste, du hast ja jede Minute dein Handy... Ich hatte so 100 Pickups am Tag von der App, das war verrückt.
(1:08:04 - 1:08:22)
Vielleicht einmal, wenn man sowas machen möchte, so ein CGM machen möchte, grundsätzlich, die Teile kann man im Internet bestellen, die sind frei verfügbar und man kann sich die theoretisch auch mit dem Applikator selber ranlegen, mit der App selber durchführen. Wenn man keinen Schiss davor hat, ich habe gehört, jemand hat sich nicht gebraucht. Ja, irgendjemand, ich weiß auch nicht genau.
(1:08:22 - 1:08:34)
Es soll Leute geben, die Angst vor Nadeln haben. Immer diese Mediziner, die haben ja voll Angst vor Nadeln. Kann man machen, ist mit Sicherheit nicht verkehrt, der kostet glaube ich 80 Euro.
(1:08:36 - 1:08:46)
Genau, range 60 bis 80. Es gibt zwei große Firmen, die das vor allem machen, wenn man das googelt, CGM, also CGM, kommt man da schnell drauf und auf den Seiten der Firmen wird man da auch durchgeleitet.
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