#56 Ich hab Schiss vor Krebs. Das ist mein Plan (Marcos Tagebuch Folge 15)
Shownotes
Videoversion des Podcasts: https://youtu.be/MS7YCGFsmrM
Kostenlose Textversion des Podcasts: https://longgame.de/shownotes/56?utm_source=podigee&utm_medium=podcast&utm_campaign=podcast-abo&utm_content=shownotes 👈
00:00 Intro 02:10 kein Rauchen & Alkohol 02:52 Normalgewicht 03:23 Ausdauer & Kraftsport 04:24 Entzündungen 08:20 Vorsorge: Was sich lohnt 11:18 Magen-Darm Spiegelung 15:43 Screening: was bringt es?
Transkript anzeigen
Ich habe durchaus Schiss vor Krebs. Und hier kommt mein konkreter Plan, wie ich versuche zu verhindern, dass ich Krebs bekomme. Herzlich willkommen bei Markus' Longevity Tagebuch Folge 15.
Ich bin einer der Gründer von Long Game. Ich freue mich, dass Markus Trissler, der Arzt hier im Bunde, der wirklich die Ahnung hat, mit mir schon seit einiger Zeit auch das Thema Krebs logischerweise auf dem Schirm hat. Wie bei allen unseren Programmteilnehmern, die wir bei Long Game haben und alle Leute, die wir hier begleiten dürfen mittlerweile, machen wir das logischerweise.
Und ich finde das ein sehr, sehr, sehr, sehr wichtiges Thema. Deswegen bitte ich jeden einfach zuzuhören, vielleicht wirklich was mitzunehmen und zu sagen, ich ändere jetzt irgendwas, weil vielleicht tut ja noch nicht alles auf der Liste, was jetzt kommt. Ich finde Krebs absolut furchtbar, da sind wir uns glaube ich auch alle schnell einig.
Meine Oma ist an Bauchspeicheldrüsenkrebs gestorben. Meine Uroma an Darmkrebs. Ansonsten Herzinfarkt in der Familie, eher die Todesursachen.
Meine Eltern bisher kein Krebs in Sicht sozusagen, glücklicherweise. Ich habe einen heiden Respekt vor der Krankheit. Ich weiß gar nicht, warum so sehr.
Ich glaube, man kann es am Ende auch nicht so stark beeinflussen. Nur knapp die Hälfte, also nur, in der Medizin ist das dann schon viel, aber nur knapp die Hälfte der Krebsfälle wären verhinderbar. Das heißt, alle, wie wir hier sitzen, können auch vieles richtig machen und am Ende kann es sein, es kommt trotzdem die Krebsdiagnose.
Trotzdem möchte ich gerne alles richtig machen und möchte versuchen, mich da auf die richtige Seite der Wahrscheinlichkeitsgleichung zu stellen. Für die medizinischen Details würde ich bitte die Folgen mit Lorenz und Markus. Und von mir gibt es jetzt quasi Umsetzung in der Praxis.
Ich bin 40 Jahre alt, war gerade bei der Magen-Darm-Spiegelung und Grund genug, euch ein Update zu geben, was ich in Summe quasi tue. Wir gucken gleich rein, wie das mit dem Screening läuft. Krebs ist ein Vorsorgethema.
Extrem unangenehm, das in den Kalender zu pressen, aber ich glaube, extrem wichtig. Also jetzt erst mal, was mache ich in Sachen Lebensstil, ist jetzt Punkt 1 gleich. Und dann kommen wir zum Thema Vorsorge-Screening und was habe ich da schon gemacht und warum.
Ich versuche es kurz zu halten, damit ihr aber das jetzt rausziehen könnt und sagt, okay, das kann ich vielleicht auch ab morgen irgendwie umsetzen oder angehen. Punkt Nummer 1, kein Rauchen, kein Alkohol. 19% aller Krebsfälle in Deutschland alleine gehen aufs Rauchen zurück.
Ich bin da überhaupt nicht gut. Ich habe viel geraucht in meinem Leben. Habe vor einem Jahr endlich aufgehört, auch noch das Letzte, das Vapen komplett sein zu lassen.
Richtig rauchen tue ich schon länger nicht mehr. Trotzdem, einmal rauche, immer rauche, man hat es irgendwie immer im Kopf. Aber ja, also wichtig, muss raus.
Alkohol genauso. Man muss seinen Lebensstil finden, wie das Leben Spaß macht ohne Alkohol. Es darf sicherlich mal Alkohol geben, aber grundsätzlich muss das Thema einfach raus.
Es wäre dumm, sich diesem Risiko auszusetzen. Auch wieder für Krebs. Das zahlt ja auch auf andere Dinge leider sehr negativ ein.
Zweitens versuche ich, mein Gewicht zu halten, was auch nicht immer leicht ist. Also ich muss auch darum kämpfen, dass ich mein Gewicht halte und musste das auch schon immer. Und ich glaube, ich war viele Jahre lang einfach 5 bis 10 Kilo übergewichtig.
Nicht schlimm, aber auch nicht gut. Das ist, wie die meisten wissen, auch wirklich ein großer Hebel. Zusammen mit Bewegungsmangel auch wieder 20% aller Krebsfälle lassen sich wahrscheinlich darauf zurückführen.
Okay, also Normalgewicht ist erreichbar. Und zwar für so gut wie jeden am Ende. Ausdauer- und Kraftsport.
Ich lese mal kurz hier vor. Größte Studie. 1,44 Millionen Menschen.
Das ist echt viel. 11 Jahre lang beobachtet. Die aktivsten 10% hängen über den inaktivsten 10% bei 13 Krebsarten ein niedrigeres Risiko.
Die wichtigsten. Speiseröhre minus 42%, Leber minus 27%, Lunge minus 26%, Niere minus 23%, Magen minus 22% und so weiter. Das will man mitnehmen.
Also diese Reduktion willst du unbedingt haben im Risiko. Und deshalb aus meiner Sicht unabdingbar Sport zu machen. Einmal aufgetrennt.
Bei Ausdauer ist wohl die Datenlage noch klarer. Wie sehr es hilft bei Kraft etwas unklarer, aber trotzdem zeigt es in die richtige Richtung. Beides gehört rein.
Sport jeden Tag glücklicherweise. Das habe ich jetzt seit einigen Jahren auf dem Zettel. Hatte ich früher nicht.
In meinen 20ern habe ich quasi keinen Sport gemacht. Davor als Jugendlicher sehr, sehr viel. In meinen 20ern quasi gar nicht.
Und dann zum Glück so mit Ende 20 die Kurve kriegt. Die Kurve muss jeder kriegen. Ihr müsst sportlich werden.
Punkt aus. Punkt Nummer 4 beim Lebensstil. Wenig Entzündungen.
Also das zahlt alles ja irgendwie dann ein auf wenig Entzündungen. Der Punkt ist für mich immer so am schwersten greifbar und macht mich immer ein bisschen nervös. Trissi redet ja immer von wenig entzündlich.
Und das liest man auch überall. Du solltest diese dauerhaften chronischen Entzündungsprozesse im Körper. Die sind super, super schlecht.
Erhöht massiv dein Risiko, dass du einen kalten, ablagenden Herzinfarkt kriegst. Aber die zahlen eben auch massiv auf Krebs ein. Deswegen willst du die ganze Zeit nicht entzündlich sein.
Wie stellt man das jetzt sicher? Irgendwie ist es schwer. Es gibt ja einen Entzündungsmarker zum Beispiel im Blut. Der geht auch mal durch Krafttraining hoch.
Und dann ist der höher mal. War bei mir auch schon gewesen. Und dann hast du ja gestern Krafttraining gemacht.
Ja klar ist der jetzt hoch. Das ist aber okay. Das ist eine Entzündung, die wir vollkommen akzeptieren.
Das ist ein kurzfristiger Reiz, der dann wieder weg geht. Und wir wollen ja den Muskel aufbauen. Das ist okay.
Aber dieses langfristige entzündliche Milieu, dauerhaft, das wollen wir nicht haben. Und jetzt schließt sich der Kreis. Was hilft generell, dass Entzündungsprozesse im Körper nicht so stattfinden? Wenig Bauchfett, guten Schlaf, viel Bewegung und nicht rauchen.
Rauchen ist auch da wieder Faktor 1 für entzündliche Prozesse. Deswegen ist Rauchen so krass bei Krebs. Omega-3, weiß man, wirkt ja entzündungshemmend, aber sehr, sehr wenig.
Also Ernährung ist dann noch wahrscheinlich ein größerer Hebel. Also ziemlich sicher ein größerer Hebel. Auf jeden Fall auf Zucker.
Das versuche ich wirklich zu vermeiden. Also ich versuche Zucker zu vermeiden, wo es nur... Ich schaffe es nicht immer. Es gibt diese Cheatdays, die ärgern mich auch.
Und da frage ich mich natürlich in Summe schon, wie entzündlich ist das jetzt? Wahrscheinlich nicht, wenn man ab und zu einen Cheatday hat. Aber grundsätzlich benutze ich halt Süßstoffe, kein Zucker. Das ist so... Das ist das, wo ich selber auch das Gefühl habe, ich neige irgendwo dazu.
Wenn, dann würde ich viel Carbs essen, wenn ich quasi cheate und kann so richtig spüren, wie sozusagen mein Insulin durch die Decke geht. Und genau das ist das, was dauerhaft dann eher für ein entzündliches Milieu sorgt und dauerhaft eher dafür sorgt, dass ich mein Krebsrisiko erhöhe. Also ich arbeite in der Praxis, glaube ich, am meisten daran zu verhindern, dass ich nicht viel Weißbrot esse, Nudeln, Zucker, um einfach wirklich, wirklich den Blutzucker niedrig zu halten, weil da klar ist, dass das eher für ein entzündliches Milieu sorgt.
Ich bin zum Beispiel genervt gerade, dass ich einen Langzeitblutzucker von 5,5 habe. Ich hatte schon 5,2. Das möchte ich besser hinkriegen.
Und dann auch einfach mein Gefühl. Ich habe relativ stark manchmal Sodbrennen, vor allem früher gehabt, mit schlechter Ernährung und das ist schon ein Zusammenhang, den ich herstellen kann. Also das muss man überhaupt nicht spüren.
Das kann einfach so stattfinden, dass man einen entzündlichen Prozess hat, den spürt man überhaupt nicht. In dem Fall habe ich es dann gespürt, wenn die Säure quasi, die Speiseröhre hochkommt. Das kennen, glaube ich, viele.
Und das ist was, wo ich wirklich einfach einen Unterschied merke. Vor ein paar Jahren, wo mir das noch relativ egal war, dann gab es halt öfter mal so eine Talzid-Kautablette, die das quasi wieder eingedämmt hat und dann hat es sich okay angefühlt. Da kann man so richtig fühlen, das kann nicht gut sein, dass der Magen das die ganze Zeit irgendwie macht.
Und da lernt man natürlich über die Zeit auch, dass Kaffee, Alkohol, Rauchen, Plätzchen, Essen, dann kann ich quasi schon die Talzid bereitlegen, so ungefähr. Und das ist was, wo ich auf jeden Fall versuche, darauf zu achten, meinen Magen zu schonen und diese Dinge nicht zu tun. Ich habe ansonsten gefühlt einen sehr festen Magen, mir wird einfach nichts schlecht, aber ich kriege halt Sodbrennen.
Und wenn ich Sodbrennen kriege, ist das für mich ein Indikator. Gefühlt, dass ich gerade nicht das Richtige gemacht habe, die letzten Tage. Ja, und mehr messen, glaube ich, kannst du so richtig die ganzen langfristigen Entzündungssachen dann nicht.
Nicht erst, wenn sie dann ganz offensichtlich größere Probleme verursachen, sondern das ist wirklich so ein Ding, wo du sagst, ich mache diese ganzen Sachen eigentlich richtig. Und dann weiß ich, ich tue zumindest das Maximum, dass ich wenig entzündliche Prozesse habe und damit zahle ich am allerwenigsten darauf ein, dass ich Krebs bekommen könnte. Also das ist für mich so die Basis, der Lebensstil.
Und dann kommt zweitens das Thema Screening, wo die Frage ist, was kann man denn möglichst früh erkennen? Und dann könnte man jetzt auch wieder zwei Kategorien bilden. Es gibt halt Krebsarten, die kann man quasi, man könnte so früh erkennen, dass etwas in der Entstehung ist, dass man es direkt verhindert und es überhaupt kein Problem ist, wenn Krebs gar nicht erst entsteht. Und dann könnte es auch sein, es entsteht Krebs und ich erkenne es halt leider erst dann, wenn es schon Krebs ist.
Aber je früher ich es dann erkenne, desto besser kann ich es behandeln. Und das ist einfach so, also diese ganzen Vorgaben, die es auch gibt, wann man diese Screenings macht, natürlich nicht auf alles drauf screenen. Also es gibt auch Untersuchungen da drin, die natürlich Risiken haben können.
Ich fand es zum Beispiel spannend, da habe ich mich damit auseinandergesetzt. Ich sage gleich, was ich konkret mache, aber ich habe mich damit auseinandergesetzt. Bauchspeichertrösenkrebs, meine Oma hatte das.
Jetzt fairerweise hatte sie einen Lebensstil, der da massiv drauf eingezahlt hat, dass das sich auch entwickeln kann. Sie ist mit 65 gestorben. Man würde jetzt typischerweise bei zwei Fällen in der Familie, wo man das auch nicht so sehr auf den Lebensstil zurückführen kann, dann würde man zum Beispiel sowas machen wie wirklich bei einem MRT oder CT von der Bauchspeicheldrüse und möglicherweise dort was sehen.
Und wenn man dann früh was erkennt, dann könnte man auch eine sehr gefährliche Operation angehen. In einigen Fällen, ich habe gelesen, 20-30% kommen dann raus, es war doch kein Krebs, das hat man nicht richtig erkannt. Deswegen ist eigentlich die Bauchspeicheldrüse, weil an sich die Wahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ist.
Ich glaube, aufs Leben gesehen 1,5% durchschnittliche Wahrscheinlichkeit. Deswegen macht man es nicht. Ganz ausschließend kann man es dann nicht, aber da wäre ein Screening auch nicht angeraten.
Nur bei vielen anderen Sachen versuche ich und wir alle auch bei Long Game, möglichst früh für Transparenz zu sorgen. Weil ich glaube, was wirklich der schlimmste Punkt ist, der dich treffen kann, wenn du merkst, da ist was und dann kriegst du relativ klar die Aussage, hätten wir das drei Jahre früher gescreent, wäre Ihre Prognose deutlich besser. Ich glaube, den Moment willst du auf gar keinen Fall erleben.
Für dich nicht, für deine Familie nicht. Deswegen gehört das für mich einfach dazu, da früh anzufangen. Haut ist glaube ich klar, wird oft vernachlässigt.
Ich auch wieder, ehrlich gesagt, ein bisschen vernachlässigt. Muss ich dringend wieder hin. Jetzt zwei Sachen, die ich schon gemacht habe.
Ich habe Prostata gemacht und ich habe jüngst eine Magen-Darm-Spiegelung gemacht. Mit Magen-Darm-Spiegelung geht quasi auch Speiseröhre einher und mit Prostata, du bist eh beim Urologen, geht auch Hoden mit einher. Also Prostata misst man PSA, tatsächlich wichtig.
Wir haben mittlerweile ein paar Teilnehmer im Programm. Wir haben da auch schon früh Indikatoren bekommen, dass weitere Untersuchungen wirklich nötig sind. Es war gut, dass wir es gemacht haben.
Ich sage nur, bei mir selber war das quasi okay. Der Urologe hat auch noch getastet. Das ist ein extra Vergnügen in sich, ja.
Aber mittlerweile muss man wohl auch gar nicht mehr tasten, sondern PSA reicht aus. Aber wie auch immer, das muss man sich regelmäßig anschauen. So, dann Magen-Darm-Spiegelung mit Speiseröhre.
Ich glaube, Empfehlung ist ab 50 die offizielle. Also ich würde das deutlich vorziehen. Warum? Ja, also nochmal meine Oma hat auch Darmkrebs und also ich mache es sowieso.
Warum sich da im Risiko aussetzen? Es ist überhaupt nicht so unangenehm, wie man sich es vielleicht vorstellt. Ich habe es gemacht. Ich schildere euch kurz mal einfach, es wird jetzt ein bisschen intim, aber das ist halt Medizin, muss man halt machen.
Also es geht jetzt um meinen Darm sozusagen. Ich glaube, ich habe hier ein Bild gemacht. Der musste zuerst mal abgeführt werden.
Das ist eigentlich der Teil, der am wenigsten Freude macht. Du musst das ein paar Tage vorher schon ein bisschen deine Ernährung umstellen. Du darfst einige Sachen nicht mehr essen.
Und am Abend vorher, das ging dann auch lange, das waren dann quasi zwei Spülungen. In der Zeit gehst du einige Male auf die Toilette, kannst dann später einschlafen, hast mit Sicherheit nicht so eine gute Nacht, weil du sehr hungrig ins Bett gehst, kannst dann morgens nichts essen. Also am Ende wirklich, wirklich nicht schlimm, aber es hat ein bisschen Impact sozusagen in deinem Alltag, in deinem Kalender.
Wehtun tut es nicht. Du gehst dann hin und dann wirst du schlafen geschickt. Das geht, glaube ich, 15 bis 30 Minuten typischerweise.
Ich habe das mit quasi der Narkose gemacht, aber einer sehr leichten. Du kriegst das intravenös und bist in derselben Sekunde weg, wie es der Anästhesist ankündigt. Und dann wachst du wieder auf.
Ich habe nichts gespürt. Nichts war schlimm. Es war alles gut und habe dann auch gleich schon den Befund bekommen.
Der Befund sieht wie folgt aus. Da steht eine Sache oder zwei Sachen, die man hier lesen kann. In der Gastrokopie zeigt sich ein unauffälliger Befund.
Schon mal gut. Im Rahmen der Koloskopie zeigt sich bis auf einen Polypen, der abgetragen wurde, ein unauffälliger Befund. Insbesondere maligne, neoplastische oder entzündliche Läsionen zeigen sich nicht.
Also keine Vorstufe von irgendwas, was sich da entwickeln kann. Unter Vorsorgeaspekten empfehlen wir eine neue Koloskopie aufgrund der nicht ausreichenden Darmsauberkeit innerhalb von einem Jahr. Also ich habe nicht gut genug ausgespült.
Man kriegt dann auch so schicke Bildchen mit. Man kann sich noch seine Polypen angucken. Also ich hätte noch besser das Abführmittel nehmen müssen.
Manchmal funktioniert das auch nicht ganz. Beim nächsten Mal kriege ich noch eine krassere Stufe vom Abführmittel. Ich bin gespannt, was für mich da jetzt vor allem rauskommt.
Erstmal hat er gesagt, wenn da etwas wirklich Schlimmes gewesen wäre an dem Teil, den er jetzt nicht genau sehen konnte, das Schlimme hätte man trotzdem gesehen. Deshalb ist erstmal alles gut. Ich mache das trotzdem jetzt wieder in einem Jahr oder vielleicht sogar in einem halben Jahr einfach der Vollständigkeit habe, weil ich es jetzt gut erledigt habe.
Dann wurde ein kleiner Polyp rausgezwickt. Das passiert wohl ständig und ist Standard. Auch überhaupt nicht bedenklich.
Ist schon wieder ein mini kleiner Polyp. Machst du das erst fünf Jahre später, wird da wahrscheinlich ein größerer Polyp rausgezwickt. Oder hat sich schon weiterentwickelt.
Machst du es jetzt mit 50, machst du es mit 55. Wahrscheinlich auch noch kein Problem. Aber warum sich dem Risiko aussetzen? Okay, was könnte man jetzt finden, soweit ich das verstanden habe? Man könnte finden Helicobacter.
Das ist ein Bakterium im Magen und das ist wohl der meiste Grund, eine große Ursache dafür, dass dann Krebs entsteht. Das führt quasi zu einer Gastritis, also einer Entzündung im Magen, woraus dann, wir wollen keine Entzündung haben, Krebs entsteht. Gastritis gibt es in drei Varianten.
Das ist die mittlere Variante. Es gibt dann noch eine Autoimmunvariante. Das ist, glaube ich, jetzt Brian Johnson, wenn ich es richtig im Kopf habe.
Das ist quasi noch Variante 1. Und dann gibt es noch die Variante 3. Einfach chemisch entstanden, die Gastritis. Und die wurde bei mir auch gefunden, eine leichte. Und das ist aber wohl kein Problem.
Das könnte zum Beispiel sein, dass ich gerade Schmerzmittel oder dergleichen genommen habe, was nicht der Fall war. Oder Alkohol war auch nicht der Fall. Ich habe ja die zwei, drei Wochen davor im Urlaub eher schlecht gegessen.
Das habe ich irgendwie so ein bisschen darauf geschoben. Aber wahrscheinlich ist es einfach irgendwie geilen Rückfluss, vollkommen unbedenklich. Nummer 2 wäre deutlich bedenklicher.
Bin ich sehr, sehr froh, dass das nicht da ist. Und Nummer 1 genauso. Was dann noch passieren könnte, und auch das gibt so ein gutes Gefühl, dass ich reinguckt habe.
Barrettschleimhaut habe ich dann gelernt. Ich habe mein Leben, ich habe ja mein 20er schon so brennen gehabt. Und dann stellst du dir ja vor, wie die Säure da hochkrabbelt und das alles verätzt irgendwie.
Was in Wirklichkeit passiert ist, es kann sein, dass die Speiseröhre irgendwie ihre Schleimhaut umbaut. Und daraus kann dann wirklich Krebs entstehen. Deswegen will man quasi gucken, ist da schon so eine Barrettschleimhaut, so heißt die, irgendwie entstanden? Nein, es ist bei mir nicht.
Werde ich logischerweise weiter regelmäßig reingucken. Okay, so weit also mein Zustand. Jetzt stellen wir uns ja selber die Frage, wie gut ist man jetzt gegen Krebs gescreened? Ich habe jetzt einfach die KI mal recherchieren lassen.
Das sind Zahlen von der KI. Könnt ihr gerne fragen, wahrscheinlich stimmen, aber die groben Richtungen stimmen auf jeden Fall, gehe ich von aus. Und habe mal gesagt, okay, was habe ich denn durch Screening jetzt eigentlich abgedeckt und was nicht? Und wie wahrscheinlich sind die Dinge, die ich abgedeckt habe und wie wahrscheinlich sind die, die ich nicht abgedeckt habe? Dann sieht man Prostata 12,5%.
Das ist halt einfach bei Männern wirklich ein Thema, muss man einfach wirklich, wirklich machen. Und zwar regelmäßig machen. Also da werde ich in Kürze auch wieder aufschlagen.
So, dann kommt schon die Lunge mit 6,8% Raucher. Da war ich also sehr froh. Das habe ich gemacht im Rahmen des Herz-CT.
Wird das gleich mitgemacht. Da kam raus, Lunge super. Während im Herz ja Verkalkungen waren, wegen meinem hohen LPA-Wert.
Darm 5,7%, da war ich ja gerade. Dann kommen quasi noch Magen und Speiseröhre, was in einer Untersuchung läuft zusammen. Da kommen nochmal 1,5, 1,1% dazu.
Dann bleibt noch die Haut übrig und Hoden. Jetzt quasi, wenn man das summieren würde, man kriegt eigentlich das Lebenszeitrisiko für diese Krebsarten ist 30%, was schon signifikant ist. Und das kann man also natürlich nicht vom Tisch nehmen, nur weil man screent.
Aber man kann es wahrscheinlich sehr viel früher erkennen und hat es sehr gut abgegeben. Wahrscheinlich hat es keinen negativen, großen negativen Impact auf das eigene Leben, wenn man das regelmäßig und sehr engmaschig screent. Und das ist bei 30%, finde ich, schon echt nennenswert.
Leider gibt es noch eine zweite Tabelle. Lebenszeitrisiko, jetzt in meinem Fall hier als Mann, 13-14%. Du kannst sozusagen nicht viel screenen.
Harnblase, Niere, Bauchspeicheldrüse, habe ich gerade am Anfang erklärt. Hätte mich quasi interessiert, aber macht man einfach nicht. Leber, Hirn und so weiter.
Da kannst du dich nur darauf verlassen, dass das Beste, was du tust, ist, einfach den ganzen Lebensstil und die ganzen anderen Sachen bestmöglich zusammenzukriegen. Aber reingucken kannst du da nicht. Ah ja, Lebenszeitrisiko heißt übrigens nicht, dass man daran dann zwangsläufig stirbt, aber dass man es wirklich bekommt.
Da gibt es natürlich noch weitere Sachen, über die man jetzt nachdenken könnte, die man jetzt oft so hört, dass man Tumordna im Blut sucht und dass sehr viele Krebsarten, die man dann da potenziell finden kann, aber Frühstadium erkennen die irgendwie nur in 20-30% der Fälle. Dann ist es für mich im Moment so noch nicht wirklich brauchbar. Oder auch eher fancy sozusagen.
Ganzkörper-MRT kann man sich auch machen lassen. Da wird auch sehr oft mal was gefunden. Irgendwie bei jedem Dritten was, was dann aber sehr harmlos ist und gar kein Krebs war.
Bisher gibt es keine Studienlage, die irgendwie zeigt anscheinend, dass das jetzt Leben rettet, wenn man quasi Ganzkörper-MRTs macht. Kann man trotzdem tun. Stefan hat es übrigens getan.
Da wurde nichts gefunden. Gibt mit Sicherheit ein sehr gutes Gefühl. Aber aus meiner Sicht sind die Sachen, also wenn man sie will, sind sie nice to have, kann man mit Sicherheit irgendwie machen.
Aber das, wo man wirklich weiß, der Impact ist hoch, ist allem voran der Lebensstil. Das muss man halt in den Griff kriegen. Also sinngemäß jeden Tag ein Sixpack Bier reinstellen und eine Schachtel rauchen, aber dafür fleißig zum Screening gehen, weiß ich nicht, ob das die sinnvolle Strategie ist.
Also Lebensstil in den Griff kriegen und dann aber diese Klassiker, wo man einfach weiß, die haben einen Riesen-Impact. Prostata, Magen-Darm und Haut, im Falle von Mann. Bei Frau kommt ja Gebärmutter noch dazu und muss man Frauenarzt nennen.
Da geht es auch noch früher los bei den Frauen. Also geht unbedingt zur Krebsvorsorge. Macht meine Frau logischerweise auch.
Und ich glaube, das ist alles, was wir tun können. Aber das, finde ich, sollten wir auch tun. Bis nächste Woche.
Neuer Kommentar