#49 Longevity Monatsupdate: Lampe gegen Demenz I Cholesterin bei Frauen I Verlängert Aspirin das Leben?

Shownotes

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01:53 Stress messen 10:25 Lampe gegen Alzheimer 20:48 Cholesterin und Zyklus 27:17 Aspirin: neue Studienerkenntnis

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[Sprecher 1] (0:00 - 0:23)

Ich habe einen Dirigenten, der sagt, wer wie singen soll und dann läuft es gleich und dann hört sich der Chor schön an und beim Alzheimer schreit jeder irgendwie durcheinander, da ist nichts gleich. Und was man rausbekommen hat, ist, wenn ich einen Lichtimpuls in einer gewissen Frequenz den Menschen aussetze, dann kann ich quasi diesen ganzen Würgenströme da wieder synchronisieren.

[Sprecher 2] (0:31 - 1:57)

Wie misst man eigentlich wirklich, ob man zu viel Stress hat im Alltag? Kann eine Lampe uns dabei helfen, keinen Alzheimer zu bekommen? Wie verändert sich das Cholesterin, das schlechte Fettlevel bei Frauen je nach Zyklus und hilft Aspirin dabei, länger zu leben?

All diese Themen werden wir heute kurz und knackig durchgehen, nämlich im Longevity-Monatsupdate für den Monat September. Wir gehen ins Format durch drei Kategorien, Personen, Wissen und Tech und Zukunft und besprechen das einmal. Wie immer werden das für euch wissenschaftlich fundiert und vor allem praxisnah umsetzbar und damit herzlich willkommen bei Long Game.

Wir bei Long Game wollen, dass möglichst viele Menschen lange und vor allem gesund leben und du hier und jetzt deine maximale Performance abrufst. Bei mir ist wie immer Dr. Markus Trissler, der Markus. Hallo Markus.

Markus ist Kardiologe, Internist, Ernährungsmediziner, macht seit knapp zehn Jahren präventive Medizin und wertet jetzt einmal all das hier für uns ein. Markus, herzlich willkommen, freue mich sehr auf die Folge, echt brutal, was in den letzten vier Wochen so neu rausgekommen ist im Longevity-Bereich. Lass uns gerne mal starten mit dem Thema Stress.

Wir haben jetzt eine neue Forschungsergebnisse und vor allem eine neue Messmethode zum Thema Kortisol und Stress und lass uns dadurch mal gerne gleich einsteigen in die Kategorie Tech und Zukunft, weil es kommt hier was echt Spannendes auf uns zu, was es jedem leichter macht, seinen Stress zu messen.

[Sprecher 1] (1:57 - 4:41)

Was geht da ab? Also wir wissen ja mittlerweile im Medizinischen, dass gerade wenn ich Stress habe oder viel Stress habe, dass das alles auch mitabhängig ist, wie mein Kortisol-Spiegel, also mein Hormon-Kortisol-Spiegel im Körper ist. Kortisol ist klassisch auch gesagt das Stresshormon und ich habe eine starke Ausschüttung, wenn ich Stress habe.

Kortisol hat Auswirkungen auf mein sympathisches Nervensystem, also mein Sympathikus, Adrenalinausschüttung, damit natürlich auch Auswirkungen auf Blutdruck, auf Herz-Kreislauf-Erkrankung, wie gut komme ich abends zum Schlafen. Also mein Kortisol-Level muss niedrig sein, damit ich am Abend auch gut einschlafen kann. Wenn es hochtaktet, dann ist das quasi der Gegenspieler zum Melatonin, sagt, hey, ist es immer noch Tag, gib noch Gas.

Also Kortisol ist ein wichtiges Hormon und da möchte ich natürlich wissen, wo stehe ich hier am Tag, wie ist mein Stress-Level in Anführungszeichen. Vom Kortisol her ist es so, dass ich am Morgen einen relativ starken Peak habe, also einen hohen Wert, einen hohen Ausschlag, der im Laufe des Tages dann abnimmt und eben bis zum Abend einen niedrigen Wert erreichen soll, damit ich gut einschlafen kann. Wie kann man das messen?

Also woher weiß man das? Genau, also man kann es zum einen übers Blut messen, also immer Blutabnahme machen oder man kann das Ganze auch über Speichelproben machen und da ist es so, dass man bisher eben verschiedene Testsets mit nach Hause bekommen hat, wo man dann so Wattebäusche kauen muss und dann kann man die quasi konservieren und gibt es dann ins Labor und dann habe ich verschiedene Zeitpunkte, wo ich das messe und dann bekomme ich so einen Verlauf, einen Tagesverlauf. Und was man eben jetzt rausbekommen hat, ist, dass gerade auch im Thema Alter es eben nicht nur darauf ankommt, habe ich permanent einen hohen Kortisol-Spiegel, sondern es geht zum einen darum, wie niedrig ist der am Abend und vor allem, wie stark ist der Abfall von diesem Peak am Morgen bis zum Abend hin. Man hat eben gesehen, dass im Alter gerade auch so, wenn der Körper in seinen Funktionen nachlässt, dass dieser Abfall deutlich weniger wird und ich möchte eben einen starken Abfall haben.

So und jetzt, wenn ich daheim bin, denke ich mir so, naja super, ich kann jetzt natürlich mir immer wieder mal so einen Tages-Kortisol-Profil-Speicheltest vom Labor oder so nach Hause schicken lassen, kann das machen. Aber es wäre natürlich ganz angenehm, wenn man das einfach für sich zu Hause tracken könnte. Und da sind wir jetzt soweit, dass das Gerät, das sogenannte Reminded Health Gerät ist, das ist ein kleines Gerät, bei dem ich eine Art Speichelstick habe, auf dem ich rumkau und mit dem kann ich das dann in ein Messgerät reinstecken und das misst mir nach fünf Minuten mein Kortisolwert.

[Sprecher 2] (4:42 - 6:28)

Also bevor wir jetzt einmal kurz darauf eingehen, auf dieses Gerät, weil das ist ja die News, das gibt es also jetzt mal, dieses Gerät, was es einem erlaubt, sein Kortisol, sein Stresshormon so leicht zu messen wie seinen Blutdruck, quasi. Geh nach Hause, jeder kann es machen. Also nochmal, um es kurz zusammenzufassen, das heißt also neuere Studien sagen nicht, dass sozusagen jemand, der schneller altert, erkennt man daran, dass der einfach permanent zu viel Stresshormon-Kortisol hat, sondern man erkennt es daran, dass eine Person, die alt hat, hat einfach nicht mehr so ein dynamisches Kortisol-Profil über den Tag.

Also da ist der Anstieg am Morgen wahrscheinlich nicht so hoch und dementsprechend der Abfall auch nicht so stark und spannenderweise, je besser, sozusagen je mehr Varianz da drin ist in diesem Profil, desto gesünder ist man, desto besser kann man schlafen, desto besser kommt man am Morgen aus dem Bett und dementsprechend, desto fitter, vitaler ist man. Richtig. Das ist also die wissenschaftliche Erkenntnis, daraus folgt, wir wollen eigentlich alle mal wissen, wie entwickelt sich mein Kortisol-Profil so den ganzen Tag über.

Das ist eine total spannende Information, wie zu wissen, wie sich mein Blutdruck entwickelt den ganzen Tag über. Und jetzt gibt es eben dafür aktuell schon die Möglichkeit, das kannst du aktuell machen, das ist quasi, du sammelst Speichel ein, musst das ins Labor schicken, das ist natürlich relativ aufwendig, gibt es auch schon ganz tolle Möglichkeiten, wir haben da auch mit Sapiens auch einen Kooperationspartner, wo dann Philipp und Andrea, die auf meinem Podcast hier schon war, auch eine ganz tolle Target-Diagnostik machen, aber es ist halt relativ aufwendig, es ist quasi wie selber Blut abzunehmen. Genau, und ich muss es wegschicken und dann warte ich ein paar Tage, bis ich das Ergebnis bekomme. Und jetzt sind die tollen News, also im Bereich der Tech, jetzt gibt es also ein Gerät, das entwickelt wurde, wo man das eben einfach zu Hause selber machen kann und eben sein Stresslevel so leicht messen kann, wie sein Blutdruck.

[Sprecher 1] (6:30 - 7:41)

Genau. Und das ist halt wirklich, das ist ein ganz kleines Messgerät und ich habe ein, schaut aus wie so ein Wattestäbchen und das nehme ich im Mund und dann ist da Speichel drauf und dieses Wattestäbchen gebe ich in dieses Testgerät und das braucht dann so knapp fünf Minuten, bis mir ein quantitativer Wert ausgeschüttet wird, also eine Zahl, wie mein Kortisollevel ist und das mache ich halt fünf bis sieben bis zehn Mal am Tag und dann habe ich eben den Verlauf der Werte, also mindestens fünf Mal und ich kann es natürlich noch feiner machen, je häufiger ich es mache. Wir haben jetzt noch keine Daten, wie teuer da diese Teststäbe sind oder sowas, das wurde von der Firma noch nicht rausgegeben, aber so ein bisschen Good Cop, Bad Cop gespielt, jetzt die Downside an dem Ganzen ist, das ist aktuell in Testungen rein in Kliniken, also es wird kommen, dass es in den Privatbereich auch kommt, aber derzeit ist es rein für Kliniken erhältlich, also ich kann das jetzt momentan noch nicht für mich selber irgendwo bestellen. Es gibt auch Wartelisten, aber die werden aktuell auch noch nicht bedient, weil da ist gerade eine Testphase noch in den Kliniken und wenn die positiv ist, dann wird es wahrscheinlich in die Privathaushalte rausgehen.

[Sprecher 2] (7:41 - 7:51)

Okay und wie ist jetzt deine Einschätzung dazu, also sollte man das auf dem Schirm haben, sollte man sich das privat holen, wird das überhaupt was werden, dass jeder sowas mal zu Hause hat, wie denkst du die Zukunft da aus?

[Sprecher 1] (7:52 - 9:40)

Also wer jetzt schon so ein paar Folgen gehört hat, weiß von mir, dass ich bei Variables oftmals so ein bisschen vorsichtig bin, in dem Fall finde ich es ziemlich cool, ehrlicherweise, weil es einem eben einen genauen Wert gibt und einem eine sehr gute Übersicht gibt, wo stehe ich gerade und ich damit auch wirklich mit dem Wert, der mir ausgespuckt wird, einen validen Wert was anfangen kann, also ich kann sehen, ist mein Level zu hoch, ist mein Level zu niedrig, ich kann sehen, ist mein Abfall gut genug und wenn ich ihn sehe, das reicht nicht aus oder die Werte stimmen nicht, dann ist es nicht, wo ich sage, oh, da ist irgendeine Messungenauigkeit und das Gerät macht so indirekt die Herleitung oder so, sondern dann kann ich sagen, nein, dieser Wert stimmt nicht, also muss ich etwas in meinem Umfeld, in meiner Tagesstruktur, in meinem Umgang mit Stress verändern. Also dementsprechend finde ich das sehr gut, dass man die Möglichkeit bald bekommen wird, ist sicherlich auch angeraten, sowas zu haben und das messen zu können. Ein Ding möchte ich oder einen Hinweis möchte ich nur mitgeben, man muss natürlich auch die Konsequenz daraus ziehen, also nur messen, weil es mich mal interessiert, bringt mir nichts und wenn ich jetzt irgendwelche Werte habe, die nicht in die Range passen, die ich mir erhoffe, dann ist es schon so ein bisschen wie beim Blutdruckmessen daheim, man ist aufgeregt, ob der Blutdruck passt oder nicht und wenn es eben nicht passt, soll man sich jetzt keinen zusätzlichen Stress machen, also, oh Gott, jetzt habe ich einen riesen Stresslevel und dann durchdrehen.

Konsequenz daraus ist, ich muss mir im Klaren sein, dass, wenn die Werte nicht passen, muss ich mir jemanden suchen, mit dem ich das Thema angehe und darüber spreche und schaue, wie kriege ich das hingekriegt. Aber an sich das zu messen und darüber mal Bescheid zu wissen, finde ich eigentlich schon gut.

[Sprecher 2] (9:40 - 9:44)

Ja, okay. Wann kann man denn damit rechnen, dass so ein Gerät mal bestellbar ist online?

[Sprecher 1] (9:44 - 9:49)

Das wird sicherlich noch ein bis zwei Jahre dauern, bis es durch die Testphasen durch ist.

[Sprecher 2] (9:49 - 10:33)

Dann doch. Also, es ist gerade wirklich noch früh, aber man kann sich jetzt schon auf eine Warteliste eintragen, wenn man daran interessiert ist. Genau.

Deswegen erfahre ich es hier auch jetzt in diesem Monat schon. Cool, das war der erste Punkt bei Tech und Zukunft. Wir haben auch all das, worüber wir sprechen, ja, wie immer verlinkt in unseren Non-Game-Show-Notes, dass ihr da quasi all die Sachen, auf die wir Bezug nehmen, alle Quellen, alle Hersteller usw.

auch einmal findet. Wir bekommen dafür nichts, das ist aber nur ein Service, den wir für euch einfach haben. Findet ihr, wie immer, unter longgame.de schräg schräg show notes und wenn ihr keine weiteren Updates verpassen wollt, was auch Wearables angeht, dann folgt doch gerne diesem Podcast und lasst einen Review da. Okay, also, das ist der Punkt 1. Nächster Punkt bei Tech und Zukunft ist eine Lampe gegen Alzheimer. Also, eine Lampe soll Alzheimer verhindern.

Was ist da dran? Die ist mega abgefahren.

[Sprecher 1] (10:34 - 11:19)

Also, was ist da passiert? Um das zu verstehen, was diese Lampe macht, muss man einmal ein bisschen ins Hirn reinschauen, was passiert bei Alzheimer. Und wir hatten in der Alzheimer-Folge auch mal drüber gesprochen, dass da eben so Ablagerungen in der Hirnmasse passieren, also diese Proteinablagerung.

Was man aber auch weiß ist, im Hirn habe ich Neuronen, also meine Nervenzellen. Und die funken miteinander, damit das halt alles irgendwie funktioniert. Und wenn man das Ganze misst, mit Hirnströmen, dann sind das sogenannte, ja, Gamma-Oscillation heißt das.

Also, das ist einfach eine Synchronität, wie diese Impulse abgegeben werden. Das ist jetzt mehr kompliziert.

[Sprecher 2] (11:20 - 11:21)

Also, Zellen sprechen miteinander im Hirn.

[Sprecher 1] (11:21 - 14:27)

Zellen sprechen miteinander im Hirn. Reicht doch. Und sprechen synchron miteinander.

Okay. So. Und wenn, bei Alzheimer wissen wir, dass die quasi nicht mehr synchron funken.

Man kann sich das vorstellen wie beim Chor. Im Chor, ich habe einen Dirigenten, der sagt, wer wie singen soll. Und dann läuft das gleich.

Und dann hört sich der Chor schön an. Und beim Alzheimer schreit jeder irgendwie halt durcheinander. Da ist nichts gleich.

So. Und was man rausbekommen hat, ist, wenn ich einen Lichtimpuls in einer gewissen Frequenz dem Menschen aussetze, dann kann ich quasi diesen ganzen Hirnströme da wieder synchronisieren. Weil diese Nervenzellen halt in einer gewissen Frequenz miteinander sprechen.

Und die Lampe, und also diese Frequenz ist so 30 bis 50 Hertz, und die Lampe feuert mit 40 Hertz und hat quasi ein Lichtwechsel mit 40 Mal pro Sekunde hin und her. Und dieser Lichtreiz, der quasi über die Augen ins Gehirn eintrifft, führt dazu, dass diese Impulse, die die Nerven untereinander sich geben, wieder synchron laufen. Ach was.

Und damit habe ich quasi wie eine Bündelung der Informationen wieder in dem Hirn, damit nicht alles irgendwie wirr läuft, sondern fokussiert läuft. Und das hat man jetzt gerade rausgefunden, dass dieses Licht so toll funktioniert. Genau.

Das kannte man natürlich beim Mausversuch schon früher. Da hat man es richtig sogar einen Schritt weitergebracht. Man hat gesehen, dass es Eiweiße gibt, die verschiedene Kanäle in diesen Nerven an und ausschalten durch den Lichtreiz.

Und man hat eben nachweisen können, dass wenn man Mäuse nicht mit dem Licht bestrahlt, dass die quasi weiter wie altern und Alzheimer bekommen und wirr werden. Und dass wenn man eben dieses Licht auf die Mäuse gegeben hat, dass diese Kanäle angegangen sind, auf dieses Licht reagiert haben und dann eben die Informationsweitergabe wieder gebündelt war. Und das hat man ziemlich martialisch nachweisen können, wenn man wirklich Sonden ins Gehirn hat und an diesen Nerv.

Und dann hat man das Licht dran und dann konnte man es messen. Man hat das Ganze in der Softform weiterbringen können bei Menschen, dass man das mit eben so Hirnstrommessung von außen mit Elektroden, aber eben auch mit, wie reagiert der Kopf über ein MRT, hat man sehen können, welche Hirnareale da mehr betroffen sind und darauf reagieren auf das Licht. Und man hat zum einen gesehen, dass bei Patienten mit Epilepsie, da habe ich das ähnliche, dass die Hirnströme nicht mehr ganz synchron laufen, die haben teilweise zur Therapie richtig Elektroden ins Hirn implantiert.

Bedeutet, ich konnte, man kann eben sehr genau abgreifen, was da an Strom kommt. Und da hat man nachweisen können, wenn das Licht draufkommt, habe ich diese diese Feuerung in genau dieser Herzzahl, wie ich es haben möchte und es wird gebündelt. Und damit habe ich bereits auch bei Menschen schon einen Nachweis, dass hier im Hirn der Prozess abläuft, den man sicher hofft, den man haben möchte.

[Sprecher 2] (14:27 - 14:32)

Und das gilt jetzt für Prävention oder für Behandlung, wenn man schon Alzheimer hat?

[Sprecher 1] (14:32 - 15:32)

Genau, also das ist aktuell bei Behandlung, wenn ich Alzheimer habe. Auch da hat man gesehen, dass manche Leistungstests vom Hirn besser wurden, dass Alzheimer-Patienten sind in der Nacht sehr unruhig, dass auch deren Tag-Nacht-Rhythmus wieder besser wurde. Also spricht wirklich Alzheimer-Therapie, um die Symptome zu lindern.

Aber man schließt daraus, dass wenn ich frühzeitig anfange mit diesem Licht, quasi eine Unterstützung der Nervenzellen läuft, um weiter gebündelt zu bleiben. Das heißt, es ist jetzt nicht, dass ich warten muss, bis ich Alzheimer bekomme und dann habe ich das Licht in der Hinterhand, damit es besser wird. Sondern man kann sagen, je früher ich damit anfange, desto mehr supporte ich meine Nervenzellen im Hirn, um dieses synchrone Feuern zu halten.

Und was mache ich jetzt als mündiger Zuhörer, Zuhörerin mit dieser Information? Genau, also ich kann mir eine Wechsellampe kaufen, so ein Straboskop-Lampen, die in einer Frequenz von 40 Hertz feuern.

[Sprecher 2] (15:32 - 15:35)

Also das Licht, das ist so ein Stroboskop-Licht?

[Sprecher 1] (15:35 - 16:45)

Genau, also ich setze mich hin und es ist on-off. Das ist schon ein bisschen, also ein Flackern von 40 Hertz, das kann durchaus ein bisschen anstrengend sein. Und da gibt es eben jetzt, und das ist die Neuerung, es gibt eben diese eine Firma, Ivy heißen die, die haben eine Lampe rausgebracht, die eben nicht nur hell-dunkel Licht macht, sondern eben in einem weiß-cremelicht diesen Wechsel hinbekommt.

Bedeutet, dass ich in fast selben Lichtsparte bleibe, dass das Auge das quasi gar nicht mehr wahrnimmt, dass sich was hell-dunkel macht, minimalst. Und damit ist es ganz, ganz angenehm, das auszuhalten und zu machen. Führt natürlich auch dazu, dass man es häufiger macht, weil es nicht so unangenehm ist.

Und damit kriege ich das nicht mit. Und es läuft aber in den 40 Hertz und dann kann man das auch machen. Ach, das ist ja total cool.

Und das ist eben vor allem die Neuerung. Also zwei Sachen. Zum einen, wir haben rausbekommen, dass das diese 40-Hertz-Flackern wirklich was bringt.

Und, dass es eben jetzt eine Möglichkeit gibt, dass dieses Geflacker auch angenehm ist. Okay, spannend. Ich wollte es gerade sagen, weil ich dachte, das ist ziemlich teuer.

Also die Lampe kostet knapp 3.000 Euro.

[Sprecher 2] (16:46 - 17:14)

Lass uns gleich drüber sprechen. Das ist ja schon an sich eine tolle Neuerung, weil ich dachte mir gerade, ich will mich jetzt nicht vor ein Stroboskop setzen. Ich kenne es aus der Uni, da hatten wir so einen Stroboraum.

Da musste man schon einige Mischgetränke mit ganz viel Vodka trinken, bis man da... Man hat auch hier viel Spaß im Raum, aber das hat es auch gebraucht. Okay, aber das heißt, es ist ein Licht, das fühlt sich quasi an wie ein normales Licht.

Genau. Hat aber denselben Effekt für das Gehirn.

[Sprecher 1] (17:14 - 17:22)

Genau. Okay, also der Effekt ist minimal schwächer, weil die Trennschärfe zwischen dunkel und hell nicht so krass ist.

[Sprecher 2] (17:22 - 17:37)

Aber der ist verschwinden Und wenn man sowas sich jetzt... Also jetzt wäre die Frage, ist das für mich relevant? Was kostet das?

Gibt es das schon hier in Deutschland, in Europa? Und wenn ich mir sowas hole, wie oft müsste ich das eigentlich wie machen?

[Sprecher 1] (17:37 - 18:05)

Also da auch noch mal ganz klar, kommt es ein bisschen darauf an, wie hoch ist mein Risikoprofil, was Demenz oder Alzheimererkrankungen angeht. Und es gibt sehr, sehr viel mehr Basics, die ich vorher machen kann. Wenn ich die alles safe habe und mir denke, ich will noch das i-Tüpfelchen draufsetzen, dann sprechen wir über die Lampe.

Also würdest du sagen, das ist Bereich Mikro-Optimierung für Prävention? Tendenziell schon, ja.

[Sprecher 2] (18:05 - 18:08)

Okay, also wir reden jetzt nicht über hier, was weltbewegend ist.

[Sprecher 1] (18:08 - 19:03)

Also ich habe nicht den Effekt, wie wenn ich auf meinen Schlaf achte. Ganz wichtig, ja. Und wenn es darum geht, ich muss meine Entzündung runterhalten, meine Durchblutung für den Kopf gut halten, auch da habe ich deutlich mehr Hebel als jetzt über die Lampe.

Aber wenn ich jetzt sage, okay, meine Eltern zum Beispiel oder einer meiner Eltern ist betroffen und ich habe einen genetischen Nachweis, dann ist es etwas, wo ich sage, na ja, dann schadet es zumindest nicht, frühzeitig anzufangen, um da die Nerven schon zu unterstützen. Ab wann denn? Ab welchem Alter meinst du?

Man sagt so normal, so ein Cut-off sind so ab den 30er-Jahren kann man anfangen, daraus mitlaufen zu lassen. Aber da gibt es null Studien, ab wann ich da einen Effekt mitbekomme. Kaufen kann man es, also an die Lampe kommt man.

An sich ist es da dann schon, dass man täglich für so 15, 20 Minuten das schon machen sollte.

[Sprecher 2] (19:05 - 19:09)

Also so ein bisschen wie, und das kann man ja morgen machen, wie so eine Art Tageslichtlampe quasi.

[Sprecher 1] (19:10 - 19:28)

So, wann am Tag ist eigentlich völlig wurscht. Und ich kann mich auch, und das ist ja quasi ein indirektes Licht, also ich muss mir das nicht vor die Augen halten, dass es direkt reingeht, sondern ich kann irgendwas lesen und kann das 20 Zentimeter von mir schräg vor mich stellen und dann bestrahlt mich das. Überhaupt kein Problem.

Ja, dann kann man das nebenbei laufen lassen.

[Sprecher 2] (19:29 - 19:40)

Natürlich für jemanden, der jetzt so etwas in der Familie hat, wäre es natürlich auch interessant, wenn jemand schon bestehende Demenzsymptome vielleicht hat, die vielleicht auch zu lindern und da einfach Abhebel zu schaffen.

[Sprecher 1] (19:40 - 20:00)

Also da auch in der Therapie, es gab einen zweiten Nachweis, dass man auch sogar gesehen hat, dass diese Ablagerungen weniger wurden. Also dass Zellen, so Fresszellen im Hirn, positiv gemeint, die diese Ablagerungen eben auffressen, die werden durch dieses Licht sogar noch mal mehr aktiviert. Also das macht die Symptome sogar noch mal besser.

[Sprecher 2] (20:00 - 20:26)

Also ich würde jetzt daraus für mich mitnehmen, das kann man machen, wenn man wirklich auf Mikro-Optimierung sein möchte für Prävention, aber es gibt andere Hebel, die deutlich mehr zählen. Was das genau ist, haben wir auch eine eigene Folge dazu gemacht. Demenz Deep Dive heißt die Folge.

Aber wo es gerade spannend wird, ist, wenn ich potenziell jemanden habe in meiner Familie, wo ich sagen würde, hey, da merkt man einfach erste Anzeichen oder vielleicht sogar schon weiter fortgeschritten und das könnte potenziell Linderung verschaffen.

[Sprecher 1] (20:26 - 20:31)

Das könnte in die Richtung gehen, das lieber jetzt Gas geben, weil dann hält man da noch was zu.

[Sprecher 2] (20:31 - 20:56)

Und ich finde es toll, dass es jetzt diese Lampe gibt, die eben nicht so martialisch, weil es klingt jetzt sehr martialisch, dieses Strobolicht, aber wenn es quasi das einfach ganz human macht, man nebenbei lesen könnte, warum nicht? Also das ist das Gleiche. Verstanden, okay.

Da sind wir da durch bei Tech und Zukunft. Lass uns mal weitermachen mit Personen. Und zwar gibt es eine Longevity-Influencerin, die Frau von Brian Johnson.

[Sprecher 1] (20:56 - 20:58)

Also eine Longevity-Familie.

[Sprecher 2] (20:58 - 21:21)

Eine ganze Longevity-Familie, wie ihr wisst, der schafft es jeden Monat bei uns ins Update reinzukommen, weil er immer wieder was Neues macht. Brutale Öffentlichkeitsarbeit von den beiden. Jetzt gibt es aber tatsächlich eine sehr spannende Erkenntnis bei der Kate Tolo, heißt die Freundin von Brian Johnson, zum Cholesterin und wie der Cholesterinspiegel zusammenhängt mit dem Zyklus bei einer Frau.

Was gibt es da Neues, Markus?

[Sprecher 1] (21:21 - 24:37)

Also ein Paradebeispiel, dass es einfach gut ist, wenn manche Menschen was probieren, was machen und auch öffentlich machen. Weil was man gesehen hat, ist, dass in der ersten Zyklushälfte der Frau das Cholesterin höher ist, als in der zweiten Zyklushälfte. Über welches Cholesterin reden wir?

Gesamtcholesterin. Und das ist insofern wichtig. Also man kennt diese Erkenntnis im Medizinischen, aber es wird halt nur nicht viel darüber gesprochen.

Und da gibt es durchaus Studien dazu und man hat das alles hormonell geguckt, was triggert was. Und es ist eben so, dass ich in der ersten Zyklushälfte, also in der sogenannten Follikelphase, habe ich eher das Hormon Östrogen, was eben mit der Zeit ansteigt, bis ich den Eisprung habe. Und dann bin ich in der zweiten Hälfte der Lutealphase und da ist dann eher Progesteron führend.

Bedeutet, ich habe eher einen Cholesterin-anhebenden Effekt durch Östrogen. Und wenn das Östrogen abfällt, geht auch mein Cholesterin runter. Also bei der Frau.

Warum reitet man da jetzt so darauf rum, beziehungsweise warum ist die Awareness hier mehr? Weil ich, anders als beim Mann, der Mann hat einen Wert und der läuft halt durch. Das heißt, ich kann, egal wann ich abnehme, kann ich ihm sagen, dein Cholesterin ist so und so.

Ist bei der Frau natürlich ganz anders. Das heißt, sie hat alle vier Wochen eine Schwankung, wo sie wie bei so einer Sinuskurve ein höheres und niedriges Cholesterin hat. Also sprich, einen Zeitraum, wo sie mal in Anführungszeichen etwas mehr Risiko und etwas weniger Risiko hat.

Und abhängig davon muss man eben auch mit einpreisen, inwieweit man eine Therapie abhängig von einem Risikoprofil für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vielleicht dann doch frühzeitig einleitet oder eben nicht. Weil wenn ich jetzt das Ganze in der zweiten Zyklushälfte abnehme, also ein niedriges Cholesterin, dann sage ich, du hast zwar ein Risikoprofil, aber dein Cholesterin passt noch, ist alles wunderbar, machen wir nichts. Hätte ich es in der ersten Hälfte abgenommen und es vielleicht höher, würde ich sagen, ah und schau, du hast zusätzlich noch ein hohes Cholesterin, lass unbedingt was machen.

Und man kann sagen, mindestens zwei von vier Wochen bist du in einem eher Risikobereich, wenn es erhöht ist. Und dementsprechend muss man da zumindest Aufklärungsarbeit leisten, dass man sagt, als Frau, sei dir dessen bewusst, dein Cholesterin schwankt. Du hast sehr wahrscheinlich höhere Werte, man sagt so 10 bis 13 Prozent mehr als zu den anderen.

Hast du sicherlich mehr Cholesterin, also nimm vielleicht, und da ist der bessere Zeitpunkt quasi, ein, zwei Tage direkt nach der Regelblutung ab. Weil dann bekomme ich den absolut Maximumwert an Cholesterin, den ich haben kann. Und ich will ja auf dem höchsten Risiko meine Entscheidung treffen und nicht auf, wo ist es am besten des Umfeldes.

Also insofern, wenn man sagt, ich möchte es ganz genau machen und mein Cholesterin messen als Frau, sollte man ein, zwei Tage nach der Regelblutung Cholesterin messen. Andersrum habe ich jetzt eine Blutentnahme, die später ist. Dann kann ich zumindest sagen, naja, ich rechne auf den Wert mal grob 10 Prozent drauf, dann weiß ich, wo ich ungefähr rauskomme.

[Sprecher 2] (24:38 - 25:06)

Und das ist so wichtig, also ihr werdet es wissen, die die Podcasts oft hören, wir sind absolute Gegner von zu hohem Cholesterin-Level. Es gibt nichts Unnötigeres, als sein Cholesterin uneingestellt hochzulassen, weil das einfach Herzinfarkt, Schlaganfall, Demenz, Krebs, all den Scheiß, den wir nicht haben wollen, bedingt. Und so viel laufen rum mit zu hohem Cholesterinspiegel.

Und genau deswegen ist es so eine spannende Erkenntnis auch für unsere Beratung. Also du kannst ja mal sagen, was wir jetzt auch in unserer Beratung deswegen mit aufgenommen haben.

[Sprecher 1] (25:06 - 25:29)

Genau, also wir haben dahingehend jetzt nicht nur selber im Kämmerchen rumgerechnet, sondern wir haben es jetzt auch so, dass wir bei den Blutwerten, die wir bekommen, quasi direkt gleich eine Anpassung und Einschätzung und Hochrechnung an den Zyklus-Moment bekommen und damit eben dann auch nochmal gezielter in die Beratung reingehen können, ob eine Therapie notwendig ist oder nicht.

[Sprecher 2] (25:29 - 25:49)

Und sag mal, wenn man jetzt feststellt, in der zweiten Hälfte des Zykluses ist mein Cholesterin gut, in der ersten ist es nicht gut, also es ist drüber. Wir kennen ja kein Okay, wir kennen nur, wirklich ist es optimal, aber es ist eben verbesserungsbedürftig. Wie denkst du jetzt darüber nach?

Also würdest du dann die Person einstellen auf Basis von dem Maximumwert?

[Sprecher 1] (25:50 - 25:59)

Ja, weil ich 50 Prozent der Zeit in einem nicht-perfekten Bereich bin. Und das sind 50 Prozent zu viel.

[Sprecher 2] (26:00 - 26:13)

Ja, spannend. Total spannende Erkenntnis und spannend, dass es jetzt erst rauskommt, also Wahnsinn. Es zeigt einmal mehr, wo die Medizin aktuell noch steht und gut, dass da geforscht wird.

Okay, das zu Person. Und wie gesagt, die KTOL hat das eben maßgeblich herausgefunden oder was?

[Sprecher 1] (26:13 - 27:09)

Nee, also das kannte man vorher schon. Es ist ein wahnsinnig langer Weg, bis in der Medizin anerkannt wird, dass Frauen anders funktionieren vom Körper her als Männer. Und es ist einfach sehr, sehr viel in den Studien ursprünglich auch bei Männern gelaufen.

Das heißt, alle Werte laufen auf Männerbasiswerten. Und da ist jetzt ein Stigmawechsel, dass man zunehmend erkennt, dass bei Frauen Dinge anders sind. Und man hat diesen Effekt schon gekannt, aber es ist eben noch nicht in die aktuelle Medizin gekommen, wie LPA und ApoB zum Beispiel.

Und dementsprechend wusste man das, hat es eben nur noch nicht an die große Glocke gehangen oder dem Augenmerk gegeben. Und KTOL hat das eben bei sich selber eben auch jetzt selber rausgefunden, als sie es gemessen hat. Und dann hat sie das jetzt eben noch mal rausgeposaunt, was super war, weil eben damit die Awareness noch mal mehr hat.

[Sprecher 2] (27:10 - 27:42)

Also sich hat es an die Glocke gehangen und dadurch werden dann mehr Menschen aufmerksam. Genau. Top, das zu Personen.

Dann lasst uns aber weiterspringen zum letzten Punkt, und zwar zu Wissen. Es gibt nämlich neue Studienerkenntnisse zum Thema Aspirin. Und zwar für die, die es nicht wissen, du hast mir im Vorgespräch auch das gesagt.

Ich meine ja, Aspirin, sehr nischiges Thema jetzt irgendwie. Und du meinst, nee, du wirst sehr oft in der Praxis angesprochen, ob man nicht regelmäßig Blutverdünner, also sowas wie Aspirin, nehmen sollte, um länger zu leben. Das wirst du ganz oft gefragt.

Und genau auf diese Frage hat die Wissenschaft jetzt eine Antwort gefunden. Was ist die Antwort?

[Sprecher 1] (27:43 - 28:51)

Die Antwort ist ganz entspannt. Nein, ihr braucht es nicht nehmen. Also, wann nehme ich Aspirin?

Klassisch, schulmedizinisch. Nach Aspirin hat eine Besonderheit. Aspirin hat unterschiedliche Wirkungen, abhängig von der Dosierung.

In einer niedrigen Dosierung von ungefähr so 100 Milligramm habe ich eine eher blutverdünnende Wirkung. Das heißt, die Blutplättchen, die Thrombozyten, hindere ich daran, sich irgendwo festzuhängen und da ein Blutgerinnselklott zu machen. Ab den klassischen 500 Milligramm, die man auch im Kater kennt, habe ich eine schmerzlindernde Wirkung und ich habe auch eine anti-entzündliche Wirkung.

Was will ich erreichen, wenn ich Aspirin nehme? Ich will zum einen erreichen, dass nicht irgendwelche Plättchen an meine Gefäße hängen und ich Ablagerungen bekomme. Und wir haben beim Thema Cholesterin und Herz- und Herzschlaganfall darüber gesprochen, entzündliche Prozesse an den Gefäßen führen dazu, dass Ablagerungen kommen.

Und die Hoffnung war, dass wenn ich Aspirin nehme, senke ich diese Entzündungsprozesse. Und dadurch lebe ich länger. Sprich, weniger Herzinfarkt, weniger Schlaganfall und dadurch lebe ich länger.

[Sprecher 2] (28:52 - 29:14)

Also ganz kurz, nur weil Sie jetzt fragen, das sagen wir immer. Entzündliche Prozesse sind so eines deiner Lieblingsgegner. Genau wie hohes Fett, das zahlt ein bisschen auf einen ein, hohes Cholesterin.

Diese hohen entzündlichen Prozesse zahlen eben ein darauf, dass man Krebs, Demenz, Schlaganfall, Herzinfarkt und so weiter bekommt. Deswegen wollen wir die Entzündung möglichst niedrig halten. Aspirin verspricht, das zu tun.

Also die Frage verlängert sich.

[Sprecher 1] (29:14 - 29:54)

Genau. Und jetzt hat man eben dann zwei Personengruppen genommen und gesagt, man gibt den einen Aspirin, den anderen nicht und schaut nach, beobachtet die fünf Jahre und guckt, wie viel kriegen davon Herzinfarkt, Schlaganfall, also wo passiert da was oder versterben. Und beide Gruppen sind auf nahezu auf derselben Kommastelle rausgekommen.

Also dementsprechend kann man sagen, Aspirin hat keinen zusätzlichen Nutzen, etwas zu verhindern im Vorfeld. Also Aspirin hat seine Daseinsberechtigung. Wenn ich schon Ablagerungen habe, dass ich dann nicht noch mehr Blutplätze in sich da dran hänge.

Das ist.

[Sprecher 2] (29:54 - 29:59)

Also wenn ich im Ultraschall feststelle, ich habe Plax in meiner Halsschlagader oder im Herzen.

[Sprecher 1] (29:59 - 30:56)

Ja, dann hilft es was. Ja. Oder wenn ich ein Stent sogar schon gesetzt bekommen habe am Herzen.

Dann ist es, dann hat es eine absolute Daseinsberechtigung. Aber bevor ich nichts habe und sage, ich möchte auch nicht, dass was hinkommt und dann nehme ich lieber mal Aspirin, dieser Nutzen ist nicht da. Dann hat man gesagt, okay, vielleicht ist es nur das Anlagen nicht, aber hat man einen Vorteil vielleicht in den entzündlichen Prozessen.

Aber da ist es so, dass man sagt, da müsste ich in der Dosierung so hoch gehen, damit ich eben diese Entzündung potenziell senken könnte. Da ist aber dann exponentiell das Risiko gestiegen für Blutungen, Hirnblutungen und Magen-Darm-Blutungen durch Aspirin, sodass man sagt, da gehe ich in einen anderen Bereich so ins Risiko rein, dass sich das auch nicht mehr rechnet. Also dementsprechend kann man sagen, ich brauche kein Aspirin in einer Dosierung von 100 Milligramm oder mehr zu nehmen, um einen präventiven Effekt auf meine Longevity zu bekommen.

[Sprecher 2] (30:56 - 30:59)

Okay. Ist da denn, ich habe schon irgendwie einen Fall.

[Sprecher 1] (30:59 - 31:07)

Wenn ich was habe, dann ist es top. Aber nur um sicherzugehen, zu sagen, ich mache mein Blut ein bisschen dünner, dass ich nichts dran hänge und vielleicht ein bisschen Entzündungshemd, das trifft nicht ein.

[Sprecher 2] (31:08 - 31:18)

Ja, gut zu wissen. Logischerweise, sobald man sowas hat, dann spricht man auch mit seinem Arzt oder seiner Ärztin. Aber da du so oft angesprochen wirst, wollen wir es mal teilen mit euch, dass das ja gerade eine neue Studie dazu gibt.

[Sprecher 1] (31:19 - 31:24)

Und ein schöner Punkt, das ist von der Überlegung total logisch, aber man sieht mal, so ein Körper funktioniert halt auch manchmal anders.

[Sprecher 2] (31:25 - 32:31)

Es ist so spannend, weil es ist so oft in der Longevity-Forschung die Theorie auch mit Peptiden und allem. Man hat immer so eine Theorie, das macht doch das und das, was das macht, macht das andere. Also, wenn ich das eine forciere, kommt das andere raus.

Und es ist so spannend, dass es im Körper halt einfach nicht so einfach funktioniert und deswegen man wirklich immer auf Studien abwarten muss, was der Körper da genau daraus rechnet. Mega spannend. Vielen, vielen Dank, Markus, für die ganze Einwertung.

Für euch im Hintergrund, wir haben all das, also die Studien, die Quellen und so weiter, haben wir in den Long-Game-Show-Notes verlinkt. Da ist auch alles drin, was wir jetzt nicht in den Podcast gekauert haben. Also, wir machen ein ganzes Konvolut an Recherchearbeit und stellen euch hier nur die Top-Nachrichten vor.

Eine Nachricht, die es nicht geschafft hat, ist, es gibt eine neue Studie zu 100-Jährigen, was bei denen man genau im Blut gefunden hat. Das haben wir auch einmal aufgearbeitet und ist in den Show-Notes zu finden. Wen das interessiert, schaut da gerne einmal vorbei.

Komplett kostenlos, wie immer, bei longgame.de-shownotes. Vielen Dank dir, Markus. Wenn euch die Folge gefallen hat, bewertet gerne unseren Podcast.

Wir freuen uns über Feedback. Und in diesem Sinne, bis zum nächsten Mal und bis dann. Ciao.

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